Dienstag, 21. Februar 2006

Warum in Mexico Journalisten getötet werden

Ich sag's gleich vorweg: dieser Beitrag ist voller schwarzem Humor und etwas sarkastisch.

Alsooooo...

Vorwort: In Radio und Fernsehen werden z. Zt. jede Menge Werbespots gesendet mit folgendem Inhalt (sinngemäß): "Laut der UN-Menschenrechts-Komission ist Mexico das lateinamerikanische Land, in dem die meisten Journalisten (periodistas) umgebracht werden. (blablabla)"

Soeben haben ein Kollege (Mexicaner) und ich über die Berichterstattung zum Grubenunglück in Coahuila gesprochen und sind uns einig, dass selbst sogenannte "Experten" wie López-Dóriga übelste Journalisten sind, weil sie

1. die wenige Info, die es gibt, in 3 Minuten 6 x wiederholen
(sie halten offenbar die Fernsehzuschauer für Idioten, die sich das Geschehene nur durch ständige Wiederholung merken können)

und

2. unsensible und blöde Fragen an die Betroffenen stellen.
Beispiel von gestern abend: López-Dóriga an die Mutter eines Verschütteten: "Wie fühlen Sie sich?" oder "Was machen Sie, wenn die Nachricht kommt, dass Ihr Sohn tot ist?" - ich konnte nur wie ein Hund heulen ob so 'nem disqualifizierten Quatsch. Natürlich geht's ihnen prima und werden die Knete aufteilen und sich seine Witwe schnappen, wenn sie Nachricht bekommen... *grummel*

Kommentar meines Kollegen:
"Kein Wunder, dass in Mexico so viele Journalisten umgelegt werden..."
LOL

1 Kommentare:

Blogger Andreas Bohn schrieb...

Dazu fällt mir der Kommentar von einem dieser tollen Aussenreporter am 21. Dezember ein:

Heute ist der längste Tag und die dunkelste Nacht.

Ja, dunkel war's, der Mond schien helle! Richtig wäre gewesen, der kürzeste Tag und die längste Nacht, noch besser wäre es wahrscheinlich gewesen, den Kerl gar nicht erst ans Micro zu lassen.

22. Februar 2006 um 09:23  

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