Samstag, 23. September 2006

Transrapid - schneller als der Tod erlaubt

Bestürzt (ehrlich!) lese ich die Nachricht vom schweren Unfall auf der Transrapid-Teststrecke im Emsland.
Mit der Strecke verbinden mich Erinnerungen. Als ich 1988/89 meinen Wehrdienst als Kraftfahrer BCE (sprich: LKW-Fahrer auf einem MAN 22·240) in Rheine/Westfalen ableistete, war die Route auf der B70, vorbei an Lingen und Meppen nach Weener (über Leer) immer eine der beliebtesten. Fast alle nahmen wir die unerlaubte (weil nicht im Fahrbefehl vorgesehene) Strecke, wo wir ab Papenburg, vorbei an der Meier-Werft, die Ems überquerend, über kleine Straßen und durch Örtchen hindurch schneller zum BW-Depot nach Weener kamen, um auf dem Rückweg viiieeel Zeit zu haben und noch locker bei Papenburg an einem beliebten Truck-Stop (den Namen habe ich mittlerweile vergessen) die herrlichen Pommes Frites essen oder an der Transrapid-Strecke anhalten zu können. Leider habe ich die paar Mal, die ich dort war, nie den Zug vorbeirauschen sehen.

Jetzt ist er vorbei- und in einen anderen hineingerauscht. Ich bedauere den Unfall. Er tut mir -auch aus Gründen in meinem persönlichen Umfeld- sehr weh. Der Tod lauert, wo man hinschaut. Und oft schlägt er schneller zu als einem lieb ist.

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