Montag, 13. März 2006

Vom Sinn und Unsinn der ley seca (II)

Gestern war's mal wieder so weit: Wahlen waren angesagt im EdoMex.; diesmal zu Bürgermeister und Landesparlament.

Und was war? Alles nach dem Motto: Stell' Dir vor es ist Wahl und keiner geht hin.
Im Klartext: Wahlbeteiligung unter 40%. Wirklich traurig.

Den mexiquenses geht ihre Gesellschaft offenbar gewaltig am Arsch Allerwertesten vorbei.

Und wieder wurde die ley seca angewandt: im Supermarkt die Weine abgesperrt und Zettelchen mit "Por disposición oficial..." angeklebt - kein Sprit Samstag und Sonntag.
Was hat's gebracht? Nix. Nüchterne wählen offenbar nicht. Oder die Leute fahren in einen anderen Staat und pfeifen auf die Wahl.
"Ich ändere doch sowieso nichts.", höre ich oft. Na, so ändert sich garantiert nix. Da hilft nicht mal "primero dios" oder die PRI, die Dich "mantiene cuando tiene...".

¡Viva México cabrones! :(

P.S. Vielleicht sollte man Ausländern doch aktives und Eingebürgerten ("nacionalizados") auch passives Wahlrecht geben - dann kriegen die lahmärschigen leck-mich-am-Arsch faulen mexiquenses vielleicht mal ihren Hintern hoch, weil's mal wieder den "bösen-bösen Feind" zu bekämpfen gilt.
Null Solidarität, null Eigen-Initiative, null bürgerliche Mündigkeit in diesem Staat.

Setzt doch ein Fußball-Spiel an; da sind alle wieder glücklich - und morgen wird wieder über Fox gemault und dass alle Politiker Schweine sind...

(ich höre wohl besser auf an dieser Stelle, sonst werde ich noch ausfallend.
Merke: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. - leider eine unumstößliche Wahrheit, besonders in Schein-Demokratien wie diese hier.)

(siehe auch Vom Sinn und Unsinn der ley seca)

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