Donnerstag, 16. März 2006

Kindergeld

Da habe ich in der Mexico-Community... - hm, sagen wir: leidenschaftlich gegen das Auszahlen von Kindergeld an Leute gewettert, die im Ausland leben und der deutschen Gesellschaft nichts beitragen (außer vielleicht mit ihrer Abwesenheit: keine Arbeitslosen-Mäuler zu stopfen), und erfahre jetzt, wie arm dran doch Deutschland schon in nächster Zukunft sein wird, was Kinder und "echte" Deutsche angeht.

Ein paar Beispiele (lesen, bzw. anschauen lohnt sich):

Sollte ich vielleicht meine Meinung revidieren und für ein Kindergeld an Deutsche mit Kindern im Ausland sein? Schließlich tragen sie zum Weiterleben der deutschen Staatsbürger bei. Hm, vielleicht sollte man sie zur Rückkehr bewegen.
Ich komme darauf zurück, wenn mein Stammhalter (oder die -Halterin; schließlich werden beide meinen Nachnamen haben) geboren wurde (das wird wohl noch was dauern. :( - wie gut, dass hier Kinderlose nicht besteuert werden sollen...).

Welche Anreize bietet Deutschland denn, damit z.B. die Mexico-Deutschen zurückkommen?
Viel Sonne? Guten Tequila? Preiswertes Obst und Gemüse? Ein eigenes Haus vor der Stadt, so wie ich es hier habe (für einen Bruchteil der Kosten in Deutschland)? Steuernachlaß? Einen sicheren Arbeitsplatz?

Denk' nach, Deutschland. Vielleicht kommen wir, die Auslands-Deutschen, dann zurück und Ihr könnt die Polinnen nach Hause schicken. ;-)

5 Kommentare:

Anonymous Anonym schrieb...

Tja,

jetzt geht der deutschen Politik "der Arsch auf Grundeis".
Denn jetzt lässt sich nicht mehr kaschieren, das es nicht zusammenpasst, wenn die Regierung

- dem Turbokapitalismus oder auch Neoliberalismus Vorschub leistet, der immer mehr große Konzerne dazu bringt, im Rahmen der "Gewinnmaximierung" trotz Rekordgewinnen Massen von Leuten zu entlassen. Offiziell 5 Mio. Arbeitslose sind noch nicht genug.

- dem Normalbürger zu erzählen, daß er zwar brav ständig steigende Beiträge einzuzahlen hat, aber als Rente im Endeffekt immer weniger bekommt

- Renten in voller Höhe sowieso nur gezahlt werden können, wenn der Rentner vorher 45 Jahre lang nonstop berufstätig war (also einen Job hatte und nicht vor die Tür gesetzt wurde - siehe oben)

- den Kündigungsschutz und die Arbeitnehmerrechte immer weiter einzuschränken (und damit den Kündigungswellen der Unternehmen den Weg zu bereiten), die Steuern und Abgaben für die Bürger immer weiter hochzuschrauben und gleichzeitig zu erwarten, das die Leute ihr Geld zwecks Binnennachfrage mit vollen Händen ausgeben und möglichst noch Kinder in die Welt setzen

- bei der Wiedervereinigung mit der DDR großzügig davon auszugehen, daß man die dort erworbenen Rentenansprüche aus der Portokasse bezahlen kann, auch wenn die "Ost-Rentner" nie in die "West-Rentenkasse" eingezahlt haben

- (Vorsicht Sarkasmus) man auch noch den letzten Kameltreiber mit Familienclan und jeden Russen, der mal nen deutschen Schäferhund hatte und darum als Rußlanddeutscher gilt, reinholt und alimentiert, auch wenn er auf dem deutschen Arbeitsmarkt chancenlos ist

Das passt halt alles nicht zusammen. Aber nicht die Politik ist schuld an dem Desaster, nein, die Deutschen sind es, weil sie unter solchen Voraussetzungen weder Geld ausgeben noch Kinder in die Welt setzen wollen. Na klar.

Der beste Politiker-Spruch ist dann auch noch: "Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt!".

Nicht "Wir Politiker haben die Karre in den Dreck gefahren" oder "Wir haben euch die ganze Zeit belogen und betrogen, weil wir unsere Ämter nicht verlieren wollten", nein.

Bananenrepublik Deutschland. In der Hand von europa-besoffenen, von der Industrielobby ferngelenkten Politikern. Der Bundesgerd sucht sich ja seine zahlreichen Jobs auch im Ausland. Der hat es auch begriffen.

16. März 2006 um 17:13  
Blogger rolandmex schrieb...

Wat denn, wat denn, lieber hollito!
Es gibt doch Hoffnung:
"Ohne Zuwanderung, so das Gremium [Anm.: der Zuwanderungsrat], werde das Arbeitskräfteangebot in der Bundesrepublik ab 2010 stark einbrechen und bis 2040 von derzeit 45,3 Millionen auf nur noch 26,7 Millionen Menschen absacken."
(aus dem Artikel Verlassenes Land, verlorenes Land: Polinnen als letzte Hoffnung)

Warte also einfach 4 Jahre und schon gibt es Arbeitsplätze in Hülle und Fülle.
(LOL - wer's glaubt, wird seelig)

P.S. Habe die "i"-Tags diesmal mit "em" ersetzt. Siehst Du jetzt alles?

16. März 2006 um 18:10  
Blogger Unknown schrieb...

Oder noch einfacher zu loesen:
Nur noch denjenigen auswandern lassen, der bereit ist, weiterhin in Deutschland seine Steuern zu bezahlen.

Gibt´s da eigentlich nun ein Einwanderer - oder ein Auswandererproblem in Teutonien?

Sei´s drum, cabronsito for Wirtschaftsminister! Wir bringen bei Anwendung des obigen Modelles das Kindergeld in bar bis an die Haustuer im Takatukawald bei Takatukastadt an der Taka in Takatukaland.

16. März 2006 um 18:24  
Blogger rolandmex schrieb...

Hat Pippi etwa Kinder? Wußte ich nicht.

Deutschland hat doch keine Probleme. Es ist ein Problem. Zu viel Muff unter Talaren aus 68er Jahren...
Also: wegsprengen und neu anfangen.
(Ups. Bloß nicht ernst nehmen!)

Über das Minister-Amt sprechen wir, wenn ich Bundeskanzler bin, Herr Cabronsito. ;-)

17. März 2006 um 10:03  
Anonymous Anonym schrieb...

Übrigens auch mal ganz interessant, eine andere Sicht der Dinge zu lesen:
http://www.zeit.de/2006/13/DEUTSCHE

@Roland: Die kursiv-Darstellung mit Opera 8.5 ist zumindest jetzt okay - mal weiter beobachten die Sache.

@Cabronsito: Mamchmal frage ich mich, welche der vielfältig in MX vorhandenen Drogen du vor dem Schreiben einwirfst...;-)

23. März 2006 um 19:19  

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