Samstag, 21. Juni 2008

Wer ein Buch verleiht...

... ist ein Volltrottel.

So jedenfalls besagt es der mexicanische Volksmund - und auch ich habe das schmerzlich feststellen müssen. Baden Powell's spanische Version von Scouting for Boys verschwand im Nirvana von Nirgendwo, weil der Ausleiher es für problemlos hielt, es weiter zu verleihen... - und es ihm offenbar völlig egal ist, was weiter mit dem Buch passiert; ist ja nicht seins... :-(



Daher ruft dieses Plakat der unsäglichen DF-Regierungs-Aktion "Para leer de boleto en el Metro" nur ein müdes Schmunzeln bei mir (und nicht nur bei mir) hervor. Die Idee, dass man am Eingang in die Metro ein Buch aus dem Regal nimmt, während der Fahrt darin liest und es am Ausgang wieder abgibt, ist eigentlich eine ganz tolle; nur, dass sie in Mexico (und sicher woanders auch) nicht funktioniert - vor allem, weil die Bevölkerung kein Problem damit hat, alles, was umsonst ist (, nicht fest angeschraubt oder geklebt), einfach mitzunehmen (dazu gehören auch Teller, Gläser und Tisch-Schmuck auf Festen - aber das ist eine andere Geschichte).

Sogar bei einem fliegenden Buchhändler auf der Straße habe ich die Bücher schon gesehen - zum absolut fairen Preis von nur 10 Pesos... ;-)

P.S. Der Plakat-Text bedeutet übersetzt: Der, der ein Buch verleiht, ist schlau und der, der es zurückgibt, ist noch schlauer!
- Schlußfolgerung: Mexicaner = dummes Volk??

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