Freitag, 24. März 2006

MALO baut den Vorsprung aus (II)

Am Montag stellte ich hier einen Reuters-Bericht vor.

Irgendwann die letzten Tage las ich im Vorbeigehen an einem Zeitungsstand eine Schlagzeile wie "AMLO kriegt in 23 Staaten die Füße nicht auf den Boden" (oder so ähnlich).

Das hat mich dann doch etwas stutzig gemacht.
(Fast) alle Umfragen zum Wählerverhalten werden in Mexico City und der zona metropolitana abgehalten. Die Position der chilangos im allgemeinen dürfte bekannt sein: pro-MALO (aus welchen Gründen, ist mir immer noch schleierhaft - manche Frauen, unter ihnen meine Schwiegermutter, finden ihn einfach nur guapo und würden ihn deshalb wählen).

Eigentlich sollte man von solchen Umfragen etwas mehr Diversifikation erwarten können, oder?
Wie würde wohl eine solche z.B. in Guadalajara ausfallen, wo -wie ich Anfang Dezember, als ich dort zur FIL war, hörte- MALO nicht einmal 500 Leute auf sein mitín zitieren konnte? Wie sieht's in Querétaro aus, wo man die chilangos an sich und mehr noch ihre "Idole" mehr haßt als den Teufel?
Das würde solche Umfragen glaubhafter machen.

Bis dahin sollte ich vielleicht die Herkunft der Umfragen etwas kritischer betrachten: die genannte wurde von Milenio organisiert - dort, wo auch MALO's Kampagnen-Leiter Federico Arreola (ein übler Opportunist, der auch schon Salinas de Gortari und Fox die Stiefel geleckt hat) sein Unwesen treibt.

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