Mittwoch, 30. August 2006

Jobkiller López

Der famose plantón der PRDisten auf Reforma/Juárez/Madero, denen ein Haus versprochen wurde, wenn sie nur lange genug ausharren und "voto x voto" krakelen (pobres ingenuos...) hat schon so einige Arbeitsplätze gekostet.

Bisher war das für mich weit weg in irgendwelchen Restaurants oder bei viene-vienes nahe Reforma (Andreas berichtete), aber jetzt erfuhr ich von unseren Büro-Nachbarn, dass auch sie betroffen sind.

Die Firma handelt mit Gold- und Silber-Schmuck (desöfteren kommen grimmig aussehende Kameraden einer Sicherheitsfirma mit dem Finger am Abzug ihrer geladenen Gewehre und Pistolen, um schwere Plastik-Tüten zu bringen oder abzuholen) und hat viele ausländische (vor allem US-) Kunden, die sie persönlich besuchen. Aufgrund des plantóns bleiben jetzt aber diese Kunden weg, weil sie um ihre Sicherheit fürchten.

So weit, so gut. Am Freitag wurde den Mitarbeitern mitgeteilt, dass es der Firma nicht gut gehe (das glaube ich: es gibt kaum noch Publikumsverkehr), und dass die Belegschaft jetzt erstmal eine Woche unbezahlten Urlaub nehmen müsse und danach würden nur noch vier Tage pro Woche gearbeitet (bei entsprechender Lohnkürzung, versteht sich). Besonders besorgt sind die zwei mensajeros (Boten) der Firma (also die am schlechtesten bezahlten mit der geringsten Ausbildung), die die ersten wären, die entlassen würden.
Wie sagte ein gewisser Politiker während seiner Präsidentschafts-Kampagne so schön? - Primero los Pobres.

Stimmt.

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