Freitag, 16. Oktober 2009

Männer-Emanzipation

Als ich Anfang 1995 mein Studium beendete sah es auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieur-Kartographen nicht rosig aus. Der Boom nach der Wiedervereinigung, bei der die Leute schon vor Ende ihrer Diplomarbeit weg-kontratiert wurden, war vorbei und viele standen, wenn nicht auf der Strasse, so doch auf der Abschussliste.
Von meinen Kommilitonen waren es die Frauen, die zuerst (und fast ausschliesslich) eine Arbeitsstelle fanden.

Warum?
Na, grösster Arbeitgeber war der Staat, und der hatte die ach-so-heilbringende Frauenquote eingeführt, um den Anteil von Damen auf den Ämtern zu erhöhen und so den Anschein von Gleichberechtigung zu erwecken. In allen Stellenausschreibungen stand etwas von "...bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt...", was in der Praxis soviel hiess wie: "es können sich 1000 Männer auf die Stelle bewerben und nur eine Frau, und wenn die Frau die gleiche Qualifikation hat, kriegt sie den Job und die ollen Macho-Schweine Männer gucken in die Röhre." - ...eine schöne "Gleichberechtigung"...

Aber es scheint, die Politik hat endlich (knapp 15 Jahre nachdem (auch) ich "Opfer" dieser Regelung wurde) begriffen, dass Männer (und Jungs) schon seit langem benachteiligt werden: in den Koalitions-Verhandlungen von CDU/CSU und FDP wurde beschlossen, demnächst Männer zu fördern.

... ob in Zukunft Frauen so betitelt werden wie wir Anfang der 1990er?
So im Stile von "Chauvinistin", "Macha-Sau", "Frauen-Schwein", ...? - Bekommen wir nun endlich auch einen "Internationalen Männer-Tag"?

;-) LOL

(mehr Info dazu auf SPON)

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