Dienstag, 22. Dezember 2009

Die Gefahren von Google Street View

Vor ein paar Wochen mussten wir zu einem Amts-Arzt, um die notwendigen medizinischen Untersuchungen für das Adoptions-Verfahren von Fabián beglaubigen bzw. bestätigen zu lassen.
Also rief ich in der Arzt-Praxis an, zum einen, um einen Termin auszumachen und zum anderen, um mir den Anfahrtsweg erklären zu lassen. Ich hatte die Anschrift; also öffnete ich während des Gesprächs Google Maps und rief die Adresse auf. Die Arzthelferin erklärte mir, wo in etwa die Praxis sei; ich ging auf Street View, und als sie sagte, sie wären zwei Häuser vor der Straßenecke, an der ein grünes Haus stünde, entfernt, antwortete ich: "Ja, das ist ein weisses Haus mit schwarzen Gittern; drinnen sind ein dunkelgrüner Kleinbus und ein silberner Golf geparkt."

Stille am anderen Ende der Leitung... - dann ein schüchternes: "Woher wissen Sie das?" - "Das sehe ich hier im Internet." - "Ach so", antwortete sie, aber überzeugt klang das nicht.

Und sie hat Recht. Nun muss ich, wenn ich irgendwo einbrechen oder herausfinden will, ob es sich lohnt, in einem Haus was zu klauen, nicht mehr durch die Straßen fahren und mich möglicherweise verdächtig machen. Ich surfe einfach durch Street View und kann sehen, wo die Schwachstellen der Hausfronten sind und wo ein teures Auto vor der Tür steht.
So einfach ist das.

Beängstigend, nicht wahr?

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Montag, 21. Dezember 2009

Dauer-Gedudel

Es ist schon Jahre her (wenn nicht Jahrzehnte), dass mir ein Lied derart gut gefiel, dass ich es Tag und Nacht rauf- und runtergespielt habe und nicht müde wurde, stundenlang nur diesen Titel zu hören.

Letzte Woche habe ich Lass uns Liebe sein von einem Herrn namens Jochen Distelmeyer, den ich vorher gar nicht kannte, entdeckt (dank dieses Artikels auf SPON), und es dudelt nun in jeder freien Minute in meinen Ohren mit dem Effekt, dass ich manchmal auf der Strasse seltsam angeschaut werde, weil ich einfach mitsinge (in einer seltsamen Sprache, die k(aum) einer versteht...) :-D

Mal sehen, wann es soweit ist, dass das Lied mir zum Hals raushängt...

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Donnerstag, 12. November 2009

Die "Hosen" in Mexico


Heute erfahren: am 21.11.09 (also nächste Woche Samstag) spielen die Toten Hosen aus Düsseldorf im Salón Tijuana im oder am Goethe-Institut in Mexico City (siehe Updates unten).

Na, wenn das nicht ein Grund ist, doch mal am Samstag in die Stinke-Stadt zu fahren (zumal die Tickets nur 200 Pesos kosten)...

(auf das Bild klicken, um zur hochauflösenden Version des Konzert-Plakats zu kommen)

Update vom 18.11.09: Heute wollte ich mein Ticket an der taquilla des Salón Tijuana kaufen. Als ich dort ankam, sah ich, dass da gerade (um-) gebaut wird. Anscheinend hat der Laden dichtgemacht und nun wird da eine Disco (o.ä.) eingerichtet. Ein Mann, der dort arbeitete und den ich nach dem Konzert fragte, meinte nur: "Geh' zum Rock Shop; die wissen mehr. Das Konzert wird wahrscheinlich hier nicht stattfinden." - also stiefelte ich dorthin, kaufte mein Ticket (übrigens gibt's die nur dort - nächste ÖPNV-Station: Metrobús Sonora) und fragte den Jüngling hinter'm Tresen, was er wüßte.
Kurz: er wußte nix, gab mir aber die Telefon-Nummer seines Ladens mit der Bitte, doch morgen oder übermorgen anzurufen und nachzufragen. Vom Veranstalter wußte er (noch) nichts über Konzertsaal- oder Termin-Änderung.

Update vom 19.11.09: Das Konzert findet wohl entweder auf dem Parkplatz oder im (sich im Umbau befindlichen) Gebäude des Goethe-Instituts statt; Meldung hier. (Danke, speedymiguelito!)
Morgen werde ich das mit einem Anruf beim Rock Shop zu bestätigen versuchen.

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Google StreetView in Mexico

Wer es noch nicht gesehen hat, der sei aufgeklärt:

seit letzten Montag gibt es bei Google Earth/Google Maps auch StreetView-Panoramen der Städte Monterrey, Guadalajara, Mexico City, Puerto Vallarta , Playa del Carmen, Cozumel und Cancún.

Wie das funktioniert?
In Google Earth in der Layer-Spalte "Street View" einschalten, dann in eine der genannten Städte zoomen. Daraufhin erscheinen kleine Fotoapparate über die Stadt verteilt; man zoomt an einen heran, klickt doppelt darauf und "taucht" gleich in die Straße ein.

In Google Maps ist es noch einfacher: man gibt eine Adresse im Suchfeld oben ein. Die Karte wird auf die Adresse gezoomt und man zieht über der Vergrößerungsleiste links das Männchen mit der Maus. Sofort werden alle Straßen, die über Street View verfügen, mit einm blauen Rand umgeben. Man läßt das grüne Feld unter dem Männchen einfach auf die Stelle einer blau gerahmten Straße "fallen", das man sehen möchte und voilá - man "taucht" in die Straße ein.

Hier ein Blick in die Straße, in der ich in den ersten Monaten meines Aufenthalts in Mexico lebte:


View Larger Map

(über Google Maps Mania)

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Montag, 2. November 2009

Konsequenzen von Schwulen-Ehen



...ein wunderbares Beispiel dafür, wie man mit einer einfachen Grafik alle Vorurteile wegräumen kann - vorausgesetzt, die, die Bedenken haben, akzeptieren die Argumente.

Es gilt der Spruch: Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast.

(über Urban Cartography)

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Donnerstag, 29. Oktober 2009

Menschlicher Einfluss auf das Öko-System

Dienstag, 27. Oktober 2009

Armes Mexico...!?!


Um das Einkommens-Niveau in verschiedenen Ländern vergleichen zu können, haben sich Geographen seit vielen Jahren immer wieder neue Indikatoren ausgedacht. Früher waren es die Anzahl der Kühlschränke pro 1000 Einwohner, danach die Fernseher-Anzahl pro 1000 Einwohner - beides heute selbst in den unterentwickeltsten Ländern keine Seltenheit mehr.

Also besann man sich auf etwas praktischeres. So wie wir als Studenten den SchniPoSa-Faktor* hatten, um das Preis-Niveau eines Restaurants zu erkennen, nimmt man heutzutage den Preis eines Big Mac bei McD im Vergleich zu der Zeit, die man arbeiten muss, um sich einen dieser Hamburger leisten zu können.

Konkret: während man z.B. in Frankfurt und Sydney keine 20, in São Paulo 40 Minuten und in Budapest eine knappe Stunde arbeiten muss, um sich einen Big Mac schmecken lassen zu können, ist in Mexico City mehr als 2 Stunden Racken angesagt.

Das spricht nicht gerade für ein hohes Einkommens-Niveau, sondern eher dafür, dass das Einkommen eines durchschnittlichen Mexicaners von der Kaufkraft her nicht einmal die Hälfte von dem eines Ungarn, ein Drittel von dem eines Brasilianers und ein Sechstel von dem eines Deutschen ausmacht.
Wundert sich nun noch jemand, weswegen mex. Restaurants so "billig" sind?

(über Urban Cartography)


* SchniPoSa-Faktor: SchniPoSa ist kurz für "Schnitzel mit Pommes und Salat". Jedes Restaurant hat auf der vor der Tür ausgehängten Speisekarte dieses Gericht; anhand des Preises des SchniPoSa kann man auf das Preis-Niveau des Restaurants schliessen.

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Freitag, 16. Oktober 2009

Männer-Emanzipation

Als ich Anfang 1995 mein Studium beendete sah es auf dem Arbeitsmarkt für Ingenieur-Kartographen nicht rosig aus. Der Boom nach der Wiedervereinigung, bei der die Leute schon vor Ende ihrer Diplomarbeit weg-kontratiert wurden, war vorbei und viele standen, wenn nicht auf der Strasse, so doch auf der Abschussliste.
Von meinen Kommilitonen waren es die Frauen, die zuerst (und fast ausschliesslich) eine Arbeitsstelle fanden.

Warum?
Na, grösster Arbeitgeber war der Staat, und der hatte die ach-so-heilbringende Frauenquote eingeführt, um den Anteil von Damen auf den Ämtern zu erhöhen und so den Anschein von Gleichberechtigung zu erwecken. In allen Stellenausschreibungen stand etwas von "...bei gleicher Eignung werden Frauen bevorzugt...", was in der Praxis soviel hiess wie: "es können sich 1000 Männer auf die Stelle bewerben und nur eine Frau, und wenn die Frau die gleiche Qualifikation hat, kriegt sie den Job und die ollen Macho-Schweine Männer gucken in die Röhre." - ...eine schöne "Gleichberechtigung"...

Aber es scheint, die Politik hat endlich (knapp 15 Jahre nachdem (auch) ich "Opfer" dieser Regelung wurde) begriffen, dass Männer (und Jungs) schon seit langem benachteiligt werden: in den Koalitions-Verhandlungen von CDU/CSU und FDP wurde beschlossen, demnächst Männer zu fördern.

... ob in Zukunft Frauen so betitelt werden wie wir Anfang der 1990er?
So im Stile von "Chauvinistin", "Macha-Sau", "Frauen-Schwein", ...? - Bekommen wir nun endlich auch einen "Internationalen Männer-Tag"?

;-) LOL

(mehr Info dazu auf SPON)

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Sonntag, 20. September 2009

Zuhause telefonieren...

Für alle "Exil-Mexicaner", die sich mit dem Gedanken tragen, wieder nach Deutschland zurückzugehen, gibt es bei Spiegel-Online einen interessanten Artikel:
Karriereknick im Ausland: In der Krise lockt die Heimat

Obwohl im Artikel die Erfahrungen von drei Expats zusammenfassend erzählt werden, gibt es noch einen getrennten Artikel dazu:
Arbeitsnomaden erzählen: Gemischte Auslandserfarungen [sic!]


... da ich hier in Mexico nie auf der "Karriere-Überholspur" mit üppigem Gehalt und Deutschland-untypischem Luxus (Dienstmädchen, Chauffeur, guarura, etc.) war und mir in diesem Land nie etwas geschenkt wurde, sondern ich mir alles erarbeitet habe, dürfte es demnach einfacher sein, mich wieder einzugliedern, oder...?

[/ironie aus]

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Mittwoch, 8. Juli 2009

United breaks Guitars

Dieses Video ist eine wirklich originelle Art des Kunden-Protests gegen "Misshandlung" durch Kundendienst-Abteilungen.

Die Geschichte dazu findet man hier.

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Montag, 6. Juli 2009

Niemand wurde jemals gefeuert, weil er Linux gekauft hatte

Vor einiger Zeit machte Microsoft viel Wind darum, dass die Londoner Börse Windows benutzte als ihr System für Aktien-Bewegungen.

Nun kam heraus, es war zu viel Wind. Die London Stock Exchange (LSE) wird nun ihr Windows-basiertes Aktien-System aufgeben. Wie der Autor erklärt, sind IT-Fehler nicht so selten, aber was selten ist ist, dass man davon erfährt. Normalerweise beerdigen die Verantwortlichen die Leiche und gehen über zu "Phase II". In diesem Fall wurde der Verantwortliche gefeuert und sein Nachfolger hängt die schmutzige Wäsche zum Trocknen raus.

Eine andere seltsame Sache ist, dass ein Gross-Verkäufer sich für solche Fehler nicht verantwortlich fühlt und auf Abhilfe sinnt. Das übliche Prinzip ist: wenn jeder es tut, kann es unmöglich dumm sein.

Haben Sie einen teuren Web-Mapping-Server gekauft und dann auf einen allnächtlichen Reboot-Zyklus setzen müssen, um Daten-Verlust zu verhindern? Keine Sorge; jeder tut es; das lässt keine Rückschlüsse auf schlechtes Management Ihrerseits zu.

Ist Ihre gesamte E-Mail in binären Dateien eingesperrt, wo ein kleiner Fehler sämtliche Backup-Dateien dazu bringt unwiederbringlich verloren zu gehen? Keine Sorge; jeder tut es; das lässt keine Rückschlüsse auf schlechtes Management Ihrerseits zu.

Das ist keine IT-Sache; ernsthaft - sowas nennt man "Kultur", unser gemeinsamer Glaube und unsere Eigenarten.

Haben Sie Ihren Tag damit begonnen, eine 2000-kg-schwere Metallkiste, die nur Sie selbst und eine Kaffeetasse beinhaltet, auf einem heissen Teerfeld wiederholt zu beschleunigen und abzubremsen, ihre Kiste auf einem anderen heissen Teerfeld abzustellen, um dann über das Teerfeld zu einer grossen gläsernen Kiste zu laufen und sich auf eine Stoff-gepolsterte Kiste zu setzen? Keine Sorge; jeder tut es; das lässt keine Rückschlüsse auf schlechtes Management Ihrerseits zu.

Übersetzung aus: Clever Elephant-Blog

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Freitag, 3. Juli 2009

Flug-Suche

Wenn man mal verreisen will, schaut man sich um, wie man a) am günstigsten und b) am schnellsten zum Ziel kommt (es sei denn, der Weg ist das Ziel...).

Dabei hilft einem seit neuestem OpenFlights.org.
Man gibt im Feld unten den Flughafen an, wo man abfliegen will und es erscheinen z.B. sämtliche Verkehrs-Routen und -Ziele, die von diesem Flughafen angesteuert werden.

Ziemlich praktisch, finde ich.

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Dienstag, 23. Juni 2009

Hurra! Noch mehr Spam!

Im tagesschau.de-Newsletter las ich soeben das hier:

Kenia bekommt erste Breitband-Internetverbindung

Surfen in Kenia ist eine Geduldsprobe. Verbindungen über Satelliten dauern eine Ewigkeit und kosten viel Geld. Doch dank des ersten Breitbandkabels sollen Kenianer bald auch auf der schnellen Datenautobahn surfen können.

Ich gehe einmal davon aus, dass ich bald nicht nur Nigeria-Scam-Spam bekommen, sondern auch verzweifelt gesuchter einziger Nachfahre von schwerreichen Kenianern sein werde.
Schau'n mer mal... ;-)

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Sonntag, 21. Juni 2009

Mexicanisches IG-Metall-"Gelage"

Bei Spiegel-Online steht zu lesen (ich zitiere):
Die Wolfsburger IG Metall gerät wieder in die Schlagzeilen: Ein ehemaliger Kassierer prangt die Verschwendungssucht der örtlichen Funktionäre an. Die sollen Geld für teure Bürostühle und Restaurantbesuche ausgegeben haben - und für ein Gelage in einem mexikanischen Striplokal.

Hamburg - Der damals Zweite Bevollmächtigte der Verwaltungsstelle Wolfsburg, Frank Patta, hat sich nach SPIEGEL-Informationen die Ausgaben in einer Table-Dance-Bar im mexikanischen Puebla von der Gewerkschaft erstatten lassen. Patta war mit einer Gewerkschaftsdelegation im Mai 2006 zum deutsch-iberoamerikanischen gewerkschaftlichen Netzwerktreffen in Mexiko.
Am 18. Mai besuchte er zusammen mit Kollegen ein Strip-Lokal. Die Rechnung über umgerechnet rund 105 Euro reichte Patta später bei der IG Metall in Wolfsburg ein.

Soso, ein "Gelage" in einem Strip-Lokal in Puebla. 105 Euro waren damals knapp 1.550 Pesos (Quelle).
Dafür bekommt man in einem "anständigen" Teibol gerade mal eine Flasche Billig-Tequila mit 6 refrescos an den Tisch gebracht und darf den Damen, die sich an einer Stange räkeln und sich ihrer spärlichen Bekleidung entledigen, zuschauen. Die IG-Metaller müssen also in einer ganz üblen Spelunke gewesen sein, wenn sie mit den paar Kröten dort ein "Sauf-" oder "Sex-Gelage" veranstalten konnten.

P.S. Diese Anmerkung mache ich unabhängig davon, dass die Herren unerlaubt Spesen abgerechnet haben, die nicht abzurechnen sind.

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Mittwoch, 17. Juni 2009

Die Praktiken von Genomma Lab

Morgens beim Butterbrot-Schmieren 'sehe' ich die Nachrichten, die ständig von irgendwelchen Werbe-Blocks unterbrochen werden (eigentlich höre ich sie, weil ich währenddessen in der Küche herumwusele). In letzter Zeit fiel mir auf, dass immer mehr Wundermittelchen gegen alle möglichen Wehwehchen (wie Magenbeschwerden, Pickel, Narben, Hämorrhoiden, Potenzsteigerer, Schuppen-Shampoos, etc.) beworben werden.

Eigentlich liess ich die 'Information' in diesen Werbe-Spots immer an mir vorbeirauschen, weil mich keines der Produkte interessierte - bis mich vor ein paar Tagen ein Freund bat, ihm doch Silka-Medic (eine Fusspilz-Creme) in der Stadt zu besorgen. Da der Freund momentan arbeitslos ist, dachte ich an ein GI- (Genérico intercambiable) Produkt und begab mich auf die (Internet-) Suche nach dem Wirkstoff dieser Creme.

Was ich fand, erstaunte mich: fast alle der von mediocren Schauspielern (wie z.B. Adela Micha oder Lolita Ayala) im Fernsehen beworbenen Pseudo-Medikamente sind von einer Firma namens Genomma Lab. Ich rede hier von Wundermittelchen wie Asepxia, Cicatricure, Genoprazol, Unigastrozol, M Force und Multi O, Ma Evans, Nikzon, Goicoechea, X-Ray, Silka-Medic, Ultra Bengue, Metabol Tonics, Shot B, Pointts, Next, Dalay, usw. *

Und dann fand ich noch dies hier: Las Prácticas cuestionables de Genomma Lab

Alles sehr interessant; vor allem lässt es mich sehr skeptisch gegenüber den 'Medikamenten' dieser 'Firma' und ihrer Glaubwürdigkeit werden.

P.S. der Wirkstoff in Silka-Medic heisst Terbinafina und die Creme kostet beim Dr. Simi 30 Pesos - weit weniger als das 'Original' oder Lamisil (von Novartis) mit demselben Wirkstoff.

* andere Produkte von Genomma Lab, die in letzter Zeit vom Markt genommen wurden (meist wurden sie verboten wegen der Gesundheitsgefahr): Touch me, White Secret, Fat Away, Fataché, Siluet 40, u.a.

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Montag, 15. Juni 2009

Grössenvergleiche


Auf der Seite MAPfrappe kann man Grössenvergleiche zwischen verschiedenen Regionen anstellen, um eine Idee davon zu bekommen, wie gross ein Gebiet ist.
Obiges Beispiel: Deutschland im Vergleich zur Grösse Mexicos.

Es ginge aber auch mit Hessen <--> Coahuila oder Kreis Aachen-Land <--> municipio Ocosingo, Chis.

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Montag, 25. Mai 2009

Karten-Lesen für Navi-Nutzer

Vor ein paar Wochen kamen Gerüchte auf, das GPS-System würde im Jahre 2010 Lücken bekommen und Genauigkeit und Flächendeckung verlieren, weil ein paar der Satelliten ihre "Haltbarkeitsdauer" überschreiten und ausfallen könnten.

Tim Dowling vom britischen Guardian hat ein paar FAQ zusammengestellt, um Navi-Nutzern den Umgang mit Papier-Karten zu erleichtern:

Wie schalte ich die Karte ein? - Ein Strassenatlas funktioniert sehr ähnlich wie ein Buch, während man eine Karte im Zick-Zack auseinanderfaltet und daraus ein grosses Blatt wird. Diese sollte man vor sich halten, so dass die Schrift richtig herum lesbar ist.

Jetzt kann ich aber nichts sehen! - Halten Sie das Auto an. Versuchen Sie niemals gleichzeitig eine Karte zu lesen und ein Fahrzeug zu bedienen.

Ich will nach Vechta fahren. Welchen Knopf muss ich drücken? - Finden Sie "Vechta" auf der Karte und halten Sie einen Finger darauf. Finden Sie Ihre momentane Position und halten Sie einen anderen Finger darauf. Nun finden Sie eine ununterbrochene Verbindungslinie zwischen den beiden Fingern. Das ist Ihre "Route". Sie können nun die Fahrt beginnen.

Ich fahre nun seit 40 Minuten und das Ding hat immer noch nichts gesagt. Fahre ich einfach geradeaus? - Eine Karte wird keine Anweisungen geben. Es ist Ihre Aufgabe die Route auf der Karte mit der Information in Einklang zu bringen, die Sie aus Beobachtungen der Umgebung ableiten können und entsprechend zu fahren.

Bitte was? - Zum Beispiel: Was steht auf dem Schild, an dem Sie gerade vorbeigekommen sind?

"Enschede". Ist das in Ordnung?
- Sie sind an der niederländischen Grenze. Versuchen Sie sich selbst auf der Karte zu finden.

Ich bin genau am Papier-Rand! Will sie mir sagen, ich solle eine Klippe runterfahren? - Seien Sie nicht dumm. Wenn Ihr Navi Ihnen sagen würde, sie sollten eine Klippe runterfahren, täten Sie das?

Da kenne ich eine lusitge Anekdote zu... - Oh, fahren Sie einfach rechts ran und fragen Sie.

OK. Wie schalte ich dieses Ding aus? - Das ist eine Karte. Falten Sie sie einfach so zusammen wie Sie sie aufgefaltet haben, nur umgekehrt. Noch Fragen?

Ja. Wie schaffe ich es, dass sie sich wie Dagmar Bergmann anhört? - Das klären wir ein anderes Mal.

(über The Map Room)

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Dienstag, 7. April 2009

Frühzeitig Sprachen lernen

Wer schon eine Fremdsprache beherrscht, dem fällt es leichter, noch eine zweite zu lernen.

Das schreibt Spiegel-Online im Artikel Grundschüler: Erste Fremdsprache hilft bei der zweiten

Das kann ich bestätigen: ich lerne gerade die fünfte Fremdsprache (französisch) und bin erstaunt, wie leicht es mir fällt. Ich benutze viele Regeln und Vokabeln, die ich aus dem Deutschen, Englischen, Niederländischen und vor allem Spanischen kenne als Gedächtnisstütze.

Auch meine Tochter (1,5 Jahre) lernt sehr schnell: manchmal bin ich erstaunt, wie gut sie mich versteht. Als ich ihr letztens sagte, sie solle ihr Schlabberlätzchen anziehen, drehte sie sich um und zog es von der Stuhllehne - und das, obwohl ich ihr nie explizit den Latz gezeigt hatte. Sie kennt Ohren, Nase, Kopf, Bauch, Füsse... und als ich ich sie vorgestern fragte, wo der Mond sei, zeigte sie lächelnd auf ihren Mund (klar, hört sich ja auch ganz ähnlich an...).

Jedenfalls bin ich mir immer sicherer, dass frühzeitiges Sprachenlernen ein riesiger Vorteil ist, zumal in Mexico kaum einer mehr als nur spanisch kann.

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Dienstag, 31. März 2009

Verdächtiges Pack


(Foto: DPA)

Würden Sie diesen Mann in Ihr Land einreisen lassen; einfach so ohne genauere Untersuchung?

Nein?
Na, die USA auch nicht.

Was man nicht alles der heiligen Sicherheit wegen tut...

(Nachricht bei Spiegel Online)

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Mittwoch, 11. Februar 2009

Hat Slim Recht oder nicht?

Gestern sagte Carlos Slim bei einem Kongress (in etwa und sinngemäß):
Die wirtschaftliche Situation ist sehr schlimm; die schlimmste Krise seit den 1930ern. Viele Firmen -große, mittlere, kleine- werden schließen müssen und des wird tatsächlich leerstehende Bürogebäude geben.

Er möchte kein Schwarzmaler sein, aber es wird eine sehr schwierige Situation sein; man sollte sich darauf vorbereiten und nicht später die Konsequenzen sehen und weinen. Er schlug vor, sich auf die pymes (kleine und mittlere Firmen) und die interne Wirtschaft zu konzentrieren.
Natürlich ging gleich das große Gejaule der politiquillos los, er solle doch nicht so pessimistisch sein, sonst wäre es seine Schuld, wenn es mit der Wirtschaft weiter bergab geht (so in etwa die Regierungspartei PAN, die sich lieber darauf beschränkt alles schön nicht so schlimm zu reden, indem sie -zusammen mit den Medien- einfach nichts von den tagtäglichen Katastrophen-Weltwirtschafts-Nachrichten sagen).

Katia D'Artigues vom El Universal (von der ich das von Slim gesagte übersetzt habe), meint dazu heute, man solle Slim ruhig glauben und führt an warum:
  1. Die staatliche Krankenversicherung IMSS meldet 5.885 entlassene Arbeitnehmer täglich.
    Seit November 2008 bis Januar 2009 wurden 541.000 Personen entlassen - und hier ist nur die Rede von denen, die tatsächlich beim IMSS angemeldet sind (das sind viele eben nicht und werden daher auch gar nicht erfaßt).

  2. Gestern wurde im El Universal eine Umfrage veröffentlicht, die Ende Januar/Anfang Februar 2009 durchgeführt wurde und bei der herauskam, dass "nur" 84% der Mexicaner von der Krise betroffen sind (bisher!).
    73% haben das Budget für Vergnügen (Kino, Theater, Restaurant- und Kneipen-Besuche, etc.) zusammengestrichen, 69% das für Bekleidung, rund 50% sparen bei Kosten im Haushalt (Miete, Renovierungen, etc.) und Transport (Auto, Sprit, etc.), 53% geben weniger für Essen aus.
    70% fürchten, entlassen zu werden.

  3. Der Präsident wird die Gesetze des IMSS und des INFONAVIT (sowas wie die Bausparkasse des Bundes) ändern, um den Arbeitslosen zu helfen. Das ist gut, könnte man meinen. Aber da ist ein kleines Detail: die Initiative wurden einen Monat (!) nach der Unterschrift unter dem so wichtigen "Nationalen Konsens zur Verbesserung der Familien-Ökonomie und der Arbeit" begonnen. Es scheint eben wichtiger zu sein, sich beim Unterschreiben pompös ablichten zu lassen, anstatt etwas wirkungsvolles zum richtigen Zeitpunkt zu tun und ist somit (so sieht es Katia D'Artigues) eine Lüge.

Sie führt dann noch ein paar andere Argumente an, aber die bringe ich hier nicht ein, denn ich denke, vor allem die ersten zwei sind aussagekräftig genug, oder nicht?

Lest selbst (falls Ihr des Spanischen mächtig seid)

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