Mittwoch, 11. April 2007

Das Chamela-Reservat retten

Eigentlich versuche ich ja mittlerweile, mich aus politischen Angelegenheiten herauszuhalten.

Hier geht's aber um was konkretes: am 22. November 2006 hat sowohl die General-Direktion für Umwelt-Impakt DGIRA als auch das Umwelt-Ministerium SEMARNAT die Erlaubnisse für den Bau der Touristen-Projekte IEL La Huerta (vorher: Marina Careyes) und Tambora erteilt.
Beide Projekte sollen in der Reserva de la Biosfera Chamela-Cuixmala (eine "Reserva de la Biosfera" (RB) ist die höchste zu schützende Nationalpark-Kategorie in Mexico) angelegt werden, eine Zone, die sich wegen ihrer hohen biologischen Bedeutung (u.a. 314 endemische Pflanzen und 23 endemische Wirbeltiere) in der MAB-UNESCO-Liste befindet und laut der Konvention RAMSAR eine wichtige Stätte zur Konservation von Feuchtgebieten darstellt.

Ein panel von Wissenschaftlern hat die Erlaubnisse auf ihre Umweltverträglichkeit überprüft und ist zu dem Schluß gekommen, dass die Erteilung ohne die notwendigen Einschränkungen und Auflagen geschah, um einen möglichst niedrigen Umwelt-Impakt zu verursachen.

Konkret: Wissenschaftler am Biologischen Institut der UNAM bitten darum, sich einem Aufruf anzuschließen, damit eine gründliche Umweltverträglichkeits-Studie durchgeführt und die entsprechenden Auflagen durchgesetzt werden können.

Den Aufruf gibt es in zwei Sprachen: auf englisch und auf spanisch.

Hoffentlich können wir etwas bewirken, denn an den Küsten wurde (und wird!) schon zu viel durch skrupellose Spekulanten zerstört - und Cancún ist nur ein Beispiel.

(über die Mailing-List von BiciMapas)

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4 Kommentare:

Blogger Miesepeter schrieb...

Ist das nicht das Grossprojekt, welches in den letzten Tagen (Stunden?) von Fox "durchgepeitscht" wurde. Da sehe ich unter dem neuen Praesidenten keine grossen Aussichten auf Erfolg.

11. April 2007 um 17:31  
Blogger rolandmex schrieb...

Mag sein, dass Fox das durchgedrückt hat - da habe ich keine Ahnung.

Aber es geht hier nicht darum, Schuldige für das Übel zu finden (alte mexicanische Tradition), sondern das Problem zu lösen oder zumindest zu entschärfen (keine mexicanische Tradition).

11. April 2007 um 18:10  
Blogger Miesepeter schrieb...

Schuldige suche ich keine.
Und du glaubst wirklich mit einem Aufruf kann da etwas gemacht werden?
(Deutsche Tradition?)

11. April 2007 um 22:01  
Anonymous Tanja schrieb...

Wer's nicht probiert, wird's niemals wissen miesepeter!
Es ist auf jeden Fall besser als sich hinzusetzen und gar nichts zu tun - denn dann passiert garantiert nichts.
Ich setz meinen "Fritzi" auf jeden Fall dazu - hilft's nichts, schadet's ganz bestimmt nicht.

LG aus Wien
Tanja

12. April 2007 um 02:53  

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