Samstag, 2. Juni 2007

Marimba



Als ich gestern zum Sears ging, habe ich mir auf dem Rückweg ein paar Minuten bei diesen Herren und ihrem Marimba-Spiel gegönnt (sozusagen zur Feier des Tages ;-) ).

Im Centro findet man so mancherlei Straßen-Musiker. Vom Geigenspieler aus der Provinz, der seinem angeschlagenen Instrument schräge bis schrägste Töne entlockt und ein Repertoire von vielleicht zwei Stücken hat, über Mundharmonika und Vater-Sohn-Gruppierungen (= Trompete und Trommel) bis zu halb-professionellen Saxophon-Spielern. Auch die Drehorgeln, die meisten aus Berlin von vor dem 2. Weltkrieg (und entsprechend verstimmt und jaulend) sind, muß man sich antun. Öfters sehe ich den alten Herrn, der mit gefährlich aufgeplusterten Backen (ich erwarte jede Sekunde einen Knall) in seine Trompete bläst.

Marimba-Spieler sind aber sehr selten, und diese Herren offenbar Profis (ich habe mir ihre Visitenkarte geben lassen; wen's also interessiert...), und an ihrem Standort an der Ecke der Librería Porrúa gegenüber vom Palacio de Bellas Artes zeigte sich ihr Instrument als sehr präsent (sprich: laut und klar). Und Marimba-Musik gefällt mir (sogar sehr gut).

Der Oma meiner Frau (q.e.p.d.) gefiel diese Musik auch immer, so dass wir zu ihrer Beerdigung jemanden engagierten, der vor allem (!) fröhliche Stücke spielte (auch wenn das manchem fresa-Verwandten/-Bekannten unangemessen erschien). Sie war immer eine resolute Frau (so habe ich sie kennengelernt) und hätte uns sowieso nach drei Ave María mit dem Argument "So, das ist jetzt genug." vor die Tür gesetzt anstatt uns tagelang ihr Haus mit Rosenkranz-Beten belagern zu lassen... ;-)

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