Mittwoch, 14. Oktober 2009

Spam am Bankautomat


Heute morgen ging ich zum Bankautomat, um Geld zu bekommen. Dass auf dem ATM-Bildschirm Spendenaufrufe zu sehen sind und man schnell "no quiero donar" drücken muß, ist mittlerweile (leider) normal; die Hinweise darauf, dass für das Abheben Gebühren anfallen könnten und man sich nicht von Wildfremden helfen lassen sollte, werden nicht mal mehr gelesen und einfach per "OK" weggedrückt, um endlich an sein Geld zu kommen.

Neu ist, dass man auf einmal im Stile eines unerwarteten Lotterie-Gewinns damit "beglückt" wird, einen Kredit "genehmigt" zu bekommen und einem das am ATM-Display mitgeteilt wird. Nur...: ich hatte gar keinen Kredit beantragt...

Wenn man nicht sehr gut aufpaßt und genauestens liest, was da auf dem Bildschirm steht, hat man, bevor man sich versieht, einen Kredit, der einem (das ist eine Vermutung!) flugs auf's Konto gebucht und man dann mit den Zinsen saftig zur Kasse gebeten wird (merke: der reiche Erb-Onkel aus Amerika, der einem plötzlich 40 Riesen überweist, existiert nicht).
Ich drückte jedenfalls, erheblich irritiert ob des Spams, auf "interessiert mich nicht" und bekam als "Antwort" oben abgebildetes Zettelchen ausgedruckt - so nach dem Motto: falls Du es Dir doch noch anders überlegen solltest, komm zu uns.

Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht zu einer Filiale gehen und den Bank-Heinis verbieten sollte, mich a) zuhause anzurufen, um mir irgendwelche "Gold-Kreditkarten" oder anderen Blödsinn anzudrehen und b) am Bankautomaten zu "be-spammen". ...
Aber wahrscheinlich wird das nicht gehen... - Ihr wißt schon: "el sistema". ;-)

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Dienstag, 13. Oktober 2009

Preis-Stabilität


Alles wird teurer, nur das deutsche Bier beim Sam's bleibt stabil.
Seit mehr als einem Jahr kostet dort das Byte (= 8 Bit) in der Halbliter-Dose das gleiche - und ist damit preisgünstiger als (fast) jedes mexicanische Bier.

Ein Hoch auf Th. Simon, Bitburg/Eifel!

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Freitag, 28. August 2009

Vorfreude

Heute erzählte mir meine Frau kopfschüttelnd, sie hätte im Supermarkt gesehen, dass schon pan de muerto verkauft wird - und das, wo der día de los muertos erst am 1./2. November ist.

Meine Antwort: "Und? Hast Du auch schon das Noche Buena-Bier gesehen?"

... - Ich glaube, den Witz hat sie nicht kapiert, denn sie guckte nur verständnislos. ;-)

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Montag, 24. August 2009

Kubikmeter-Cola

Nach der offiziellen mex. Norm (und internationalem Standard) ist der Inhalt dieser Flasche korrekt geschrieben (mit ",", um Fraktionen darzustellen).

Nach mex. Gepflogenheiten (die sich bei Maßeinheiten sehr oft am nördlichen Nachbarn USA orientieren) kann es aber bei dieser Schreibweise (und ich bin sicher, es ist beabsichtigt) zu Mißverständnissen kommen, so dass man daraus einfach 1000 Liter abliest.

Übrigens: auf der großen Flasche derselben Marke steht: 3,300 L.

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Mittwoch, 8. Juli 2009

United breaks Guitars

Dieses Video ist eine wirklich originelle Art des Kunden-Protests gegen "Misshandlung" durch Kundendienst-Abteilungen.

Die Geschichte dazu findet man hier.

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Montag, 6. Juli 2009

Niemand wurde jemals gefeuert, weil er Linux gekauft hatte

Vor einiger Zeit machte Microsoft viel Wind darum, dass die Londoner Börse Windows benutzte als ihr System für Aktien-Bewegungen.

Nun kam heraus, es war zu viel Wind. Die London Stock Exchange (LSE) wird nun ihr Windows-basiertes Aktien-System aufgeben. Wie der Autor erklärt, sind IT-Fehler nicht so selten, aber was selten ist ist, dass man davon erfährt. Normalerweise beerdigen die Verantwortlichen die Leiche und gehen über zu "Phase II". In diesem Fall wurde der Verantwortliche gefeuert und sein Nachfolger hängt die schmutzige Wäsche zum Trocknen raus.

Eine andere seltsame Sache ist, dass ein Gross-Verkäufer sich für solche Fehler nicht verantwortlich fühlt und auf Abhilfe sinnt. Das übliche Prinzip ist: wenn jeder es tut, kann es unmöglich dumm sein.

Haben Sie einen teuren Web-Mapping-Server gekauft und dann auf einen allnächtlichen Reboot-Zyklus setzen müssen, um Daten-Verlust zu verhindern? Keine Sorge; jeder tut es; das lässt keine Rückschlüsse auf schlechtes Management Ihrerseits zu.

Ist Ihre gesamte E-Mail in binären Dateien eingesperrt, wo ein kleiner Fehler sämtliche Backup-Dateien dazu bringt unwiederbringlich verloren zu gehen? Keine Sorge; jeder tut es; das lässt keine Rückschlüsse auf schlechtes Management Ihrerseits zu.

Das ist keine IT-Sache; ernsthaft - sowas nennt man "Kultur", unser gemeinsamer Glaube und unsere Eigenarten.

Haben Sie Ihren Tag damit begonnen, eine 2000-kg-schwere Metallkiste, die nur Sie selbst und eine Kaffeetasse beinhaltet, auf einem heissen Teerfeld wiederholt zu beschleunigen und abzubremsen, ihre Kiste auf einem anderen heissen Teerfeld abzustellen, um dann über das Teerfeld zu einer grossen gläsernen Kiste zu laufen und sich auf eine Stoff-gepolsterte Kiste zu setzen? Keine Sorge; jeder tut es; das lässt keine Rückschlüsse auf schlechtes Management Ihrerseits zu.

Übersetzung aus: Clever Elephant-Blog

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Freitag, 3. Juli 2009

Flug-Suche

Wenn man mal verreisen will, schaut man sich um, wie man a) am günstigsten und b) am schnellsten zum Ziel kommt (es sei denn, der Weg ist das Ziel...).

Dabei hilft einem seit neuestem OpenFlights.org.
Man gibt im Feld unten den Flughafen an, wo man abfliegen will und es erscheinen z.B. sämtliche Verkehrs-Routen und -Ziele, die von diesem Flughafen angesteuert werden.

Ziemlich praktisch, finde ich.

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Donnerstag, 2. Juli 2009

Andere Länder ...

Dies hier wäre in Mexico wohl nicht möglich; da sind den Supermarkt-Ketten ihre Kunden egaler als anderswo.

Bisher gingen die Preise bei Comercial Mexicana, Chedraui, Aurrera, Wal-Mart, Soriana, Superama & Konsorten immer weiter hoch, und das, wo ausnahmslos alle behaupten, die billigsten zu sein.
Zum scheinbaren (!) Beweis haben sie zwei volle Einkaufswagen mit den gleichen Waren vor der Tür stehen; der eine bei der Konkurrenz eingekauft, der andere aus diesem Geschäft - und natürlich ist die Summe der Preise aus diesem Markt günstiger als die der Konkurrenz.

Ein Beispiel gefällig? Im März 2009 kosteten die Einweg-Windeln (zu denen wir verdonnert wurden, weil die guardería, die unsere Tochter besucht, keine Stoffwindeln akzeptieren will) 109 Pesos, im Juni schon 124 - im gleichen Supermarkt.

Oh, wie schön ist ALDI-Land... ;.)

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Dienstag, 23. Juni 2009

Psycho-Terror im Bus

Vorige Woche, als ich nach der Arbeit in den Bus stieg, der mich in meine "Legohaus-Siedlung" (O-Ton Andreas) vor den Toren der Stinkestadt bringt, wunderte ich mich, dass vorne in dem schon etwas klapprigen Bus zwei moderne Flachbildschirm angebracht waren, auf denen Videos gezeigt wurden.

Der "Service" entpuppte sich schnell als ein lästiger Marketing-Trick der Partei "que sí cumple" (und das seit mehr als 70 Jahren) PRI: die Videos waren eine Mischung aus Hollywood-Film-Trailers auf englisch (! - wohl alle von der Apple Movie Trailers-Seite heruntergeladen), Piraten-Musikvideos von amerikanischen Rockbands (AC/DC, The Offspring) und mexicanischen Schnulzensängern (Vicente Fernández und andere) und Ausschnitten aus "America's Funniest Home Videos" (synchronisiert).

Nach jedem dieser Kurzvideos (30 sec. bis 5 Minuten) sprang der DVD-Spieler zurück und spielte immer die gleichen zwei PRI-Werbespots ab, die einem schon ab dem zweiten Mal heftig auf den Zeiger gingen. Natürlich war der Ton bei den Spots doppelt so laut wie bei den Videos.
Danach folgte das nächste Filmchen, welche nach etwa 45 Minuten anfingen sich zu wiederholen.

Glücklicherweise hatte ich an dem Tag meinen iPod dabei und konnte den PRI-Psycho-Terror durch Hochdrehen der Musiklautstärke ausblenden während ich ein Buch las.

Heute morgen aber nicht. Als ich in den Bus stieg war da an der Tür dieser Aufkleber "BusTV"... - und erst als ich mich hinsetzte merkte ich, dass ich den "Terror-Bus" erwischt hatte.
Na denn: "... Highway to Hell..."

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Hurra! Noch mehr Spam!

Im tagesschau.de-Newsletter las ich soeben das hier:

Kenia bekommt erste Breitband-Internetverbindung

Surfen in Kenia ist eine Geduldsprobe. Verbindungen über Satelliten dauern eine Ewigkeit und kosten viel Geld. Doch dank des ersten Breitbandkabels sollen Kenianer bald auch auf der schnellen Datenautobahn surfen können.

Ich gehe einmal davon aus, dass ich bald nicht nur Nigeria-Scam-Spam bekommen, sondern auch verzweifelt gesuchter einziger Nachfahre von schwerreichen Kenianern sein werde.
Schau'n mer mal... ;-)

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Mittwoch, 17. Juni 2009

Die Praktiken von Genomma Lab

Morgens beim Butterbrot-Schmieren 'sehe' ich die Nachrichten, die ständig von irgendwelchen Werbe-Blocks unterbrochen werden (eigentlich höre ich sie, weil ich währenddessen in der Küche herumwusele). In letzter Zeit fiel mir auf, dass immer mehr Wundermittelchen gegen alle möglichen Wehwehchen (wie Magenbeschwerden, Pickel, Narben, Hämorrhoiden, Potenzsteigerer, Schuppen-Shampoos, etc.) beworben werden.

Eigentlich liess ich die 'Information' in diesen Werbe-Spots immer an mir vorbeirauschen, weil mich keines der Produkte interessierte - bis mich vor ein paar Tagen ein Freund bat, ihm doch Silka-Medic (eine Fusspilz-Creme) in der Stadt zu besorgen. Da der Freund momentan arbeitslos ist, dachte ich an ein GI- (Genérico intercambiable) Produkt und begab mich auf die (Internet-) Suche nach dem Wirkstoff dieser Creme.

Was ich fand, erstaunte mich: fast alle der von mediocren Schauspielern (wie z.B. Adela Micha oder Lolita Ayala) im Fernsehen beworbenen Pseudo-Medikamente sind von einer Firma namens Genomma Lab. Ich rede hier von Wundermittelchen wie Asepxia, Cicatricure, Genoprazol, Unigastrozol, M Force und Multi O, Ma Evans, Nikzon, Goicoechea, X-Ray, Silka-Medic, Ultra Bengue, Metabol Tonics, Shot B, Pointts, Next, Dalay, usw. *

Und dann fand ich noch dies hier: Las Prácticas cuestionables de Genomma Lab

Alles sehr interessant; vor allem lässt es mich sehr skeptisch gegenüber den 'Medikamenten' dieser 'Firma' und ihrer Glaubwürdigkeit werden.

P.S. der Wirkstoff in Silka-Medic heisst Terbinafina und die Creme kostet beim Dr. Simi 30 Pesos - weit weniger als das 'Original' oder Lamisil (von Novartis) mit demselben Wirkstoff.

* andere Produkte von Genomma Lab, die in letzter Zeit vom Markt genommen wurden (meist wurden sie verboten wegen der Gesundheitsgefahr): Touch me, White Secret, Fat Away, Fataché, Siluet 40, u.a.

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Mittwoch, 11. Februar 2009

Hat Slim Recht oder nicht?

Gestern sagte Carlos Slim bei einem Kongress (in etwa und sinngemäß):
Die wirtschaftliche Situation ist sehr schlimm; die schlimmste Krise seit den 1930ern. Viele Firmen -große, mittlere, kleine- werden schließen müssen und des wird tatsächlich leerstehende Bürogebäude geben.

Er möchte kein Schwarzmaler sein, aber es wird eine sehr schwierige Situation sein; man sollte sich darauf vorbereiten und nicht später die Konsequenzen sehen und weinen. Er schlug vor, sich auf die pymes (kleine und mittlere Firmen) und die interne Wirtschaft zu konzentrieren.
Natürlich ging gleich das große Gejaule der politiquillos los, er solle doch nicht so pessimistisch sein, sonst wäre es seine Schuld, wenn es mit der Wirtschaft weiter bergab geht (so in etwa die Regierungspartei PAN, die sich lieber darauf beschränkt alles schön nicht so schlimm zu reden, indem sie -zusammen mit den Medien- einfach nichts von den tagtäglichen Katastrophen-Weltwirtschafts-Nachrichten sagen).

Katia D'Artigues vom El Universal (von der ich das von Slim gesagte übersetzt habe), meint dazu heute, man solle Slim ruhig glauben und führt an warum:
  1. Die staatliche Krankenversicherung IMSS meldet 5.885 entlassene Arbeitnehmer täglich.
    Seit November 2008 bis Januar 2009 wurden 541.000 Personen entlassen - und hier ist nur die Rede von denen, die tatsächlich beim IMSS angemeldet sind (das sind viele eben nicht und werden daher auch gar nicht erfaßt).

  2. Gestern wurde im El Universal eine Umfrage veröffentlicht, die Ende Januar/Anfang Februar 2009 durchgeführt wurde und bei der herauskam, dass "nur" 84% der Mexicaner von der Krise betroffen sind (bisher!).
    73% haben das Budget für Vergnügen (Kino, Theater, Restaurant- und Kneipen-Besuche, etc.) zusammengestrichen, 69% das für Bekleidung, rund 50% sparen bei Kosten im Haushalt (Miete, Renovierungen, etc.) und Transport (Auto, Sprit, etc.), 53% geben weniger für Essen aus.
    70% fürchten, entlassen zu werden.

  3. Der Präsident wird die Gesetze des IMSS und des INFONAVIT (sowas wie die Bausparkasse des Bundes) ändern, um den Arbeitslosen zu helfen. Das ist gut, könnte man meinen. Aber da ist ein kleines Detail: die Initiative wurden einen Monat (!) nach der Unterschrift unter dem so wichtigen "Nationalen Konsens zur Verbesserung der Familien-Ökonomie und der Arbeit" begonnen. Es scheint eben wichtiger zu sein, sich beim Unterschreiben pompös ablichten zu lassen, anstatt etwas wirkungsvolles zum richtigen Zeitpunkt zu tun und ist somit (so sieht es Katia D'Artigues) eine Lüge.

Sie führt dann noch ein paar andere Argumente an, aber die bringe ich hier nicht ein, denn ich denke, vor allem die ersten zwei sind aussagekräftig genug, oder nicht?

Lest selbst (falls Ihr des Spanischen mächtig seid)

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Montag, 9. Februar 2009

Lachnummer

Gestern abend lag ich schon im Bett und schaute gemütlich fern. In einer "Werbepause" sah ich folgenden Spot:
Ein Mann sitzt am Mittagstisch, seine Frau serviert ihm das Essen, und er klagt: "¿Qué? ¿Romeritos sin camarones?"
("Was denn? Romeritos ohne Garnelen?")

Sie antwortet: "Si, para un esposo sin trabajo."
("Ja. Für einen Ehemann ohne Arbeit.")

Er daraufhin: "Con López Obrador no hubiera pasado eso."
("Mit López Hablador wäre das nicht passiert.")

Ich musste so laut lachen, dass meine Frau erschrocken zusammenzuckte.

Danach erschien der Leibhaftige Manuel Andrés López Obrador (MALO) auf dem Bildschirm, hielt seine Fresse Visage sein Gesicht in die Kamera und sagte etwas, was ich nicht hörte, weil ich so laut lachte.
Am Ende erschien das Logo der Partido de Trabajo (PT).

Es ist wohl unnötig zu sagen, dass mich der Spot köstlich amüsierte, denn jetzt wissen wir: wäre der MALO heute mex. Präsident, wäre die Weltwirtschaftskrise nicht passiert und alles wäre gut.

*ROFL*

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Sonntag, 25. Januar 2009

Drei auf einen Streich

oder: die Kunst, in einem Satz gleich drei Frauen zu beleidigen: Britney (Spears) kann nicht singen, (Susana) Zabaleta ist häßlich und Ninel (Conde) hat weder Stimme noch hübsches Gesicht.

Oder bin ich der einzige, der das zwischen den Zeilen liest?

(Werbeplakat in einem Metro-Waggon)

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Samstag, 10. Januar 2009

Trink Chlor, bleib' gesund!

Die staatliche Krankenversicherung IMSS hat vor kurzem wieder einmal eine Kampagne gestartet, um die Bevölkerung zu einem gesünderen Lebensstil zu bewegen. Ein Thema ist, durch regelmäßiges Joggen Übergewicht zu verhindern.

Leider erinnert Form und Farbe der Flasche, die die Joggerin auf dem Bild in der Hand hält, eher an Cloralex als an Wasser - nicht besonders gesundheitsfördernd.

Oder?

;-)

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Sonntag, 4. Januar 2009

Drei-Königs-Geschenke



Dieses wunderbare Geschenk (wie immer, zu 100% aus Plastik) fand ich im Supermarkt.
Es handelt sich um eine etwa 1-m-hohe Rampe, von der ein Autochen herunterrollt und bremsenlos (!) gegen den nächsten Bordstein, Auto, Nachbarn, Hund, etc. knallt (vorausgesetzt, das Kind wurde nicht schon von einem vorüberfahrenden Auto erfaßt...).
Ein Helm oder sonstiger Schutz ist nicht inbegriffen.

Frage: welche Eltern mit einem Funken Verstand kaufen solchen Blödsinn?

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Montag, 29. Dezember 2008

Den Metrobús boykottieren

Gestern (28.12.2008) hat der Metrobús im D.F. zum zweiten Mal in 9 Monaten seinen Fahrpreis erhöht (nun 5 Pesos; ein Anstieg um gut 40% seit März 2008, als er lediglich $3,50 kostete). Ein Grund für mich, ihn ab heute zu boykottieren.

Warum?
1. Abwälzung unnötiger Kosten auf die Benutzer
Der Metrobús verkehrt erst seit gut 3 Jahren. In dieser Zeit wurde schon zum x. Mal der Strassenbelag der Busspur gewechselt (von normalem Asphalt zu noch einer Schicht Asphalt darüber zu concreto hidraulico, der zur Zeit schon wieder neu verlegt wird), die lächerlichen Plastik-Buckel (die die Busspur von den anderen Fahrspuren trennen soll) ersetzt und nun die Stationen komplett erneuert (von Metall-Strukturen zu Marmor-Ersatz-Glas-Stationen).

2. Extrem schwache Argumentation
a) Letzten Mittwoch kam die Nachricht der Erhöhung aus heiterem Himmel; niemand hatte damit gerechnet - warum auch, wenn die letzte Erhöhung erst ein paar Monate zurückliegt?

b) Die am gleichen Tag in den Halte-Stationen verteilten Flugblätter sind ein gutes Beispiel des Mottos "Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast":

- auf der Vorderseite steht, dass der Metrobús nur 10 Centavos pro km kostet.
Frage: Wer -ausser ambulanten Verkäufern, die es (bisher?) im Metrobús nicht gibt- benutzt das System von Nord bis Süd, von Ost nach West (und umgekehrt), damit diese Milchmädchen-Rechnung aufgeht?

- auf der Rückseite ist eine (schlecht gemachte und verschobene) "Karte" abgebildet, auf der die Fahrtkosten anderer Städte der Welt mit dem des Metrobús verglichen werden: Ottawa $24.80, Londres $92.20, etc.
Mit keiner Silbe wird erwähnt, dass das Durchschnitts-Einkommen der ÖPNV-Benutzer dieser Städte wesentlich höher liegt als im D.F.; dass es dort integrierte Systeme gibt, die den Benutzern das Umsteigen von Bus auf Metro auf Bahn auf Tram (auf ...) mit einem einzigen Ticket ermöglichen; dass es dort Wochen- und Monats-Karten zu wesentlich günstigeren Tarifen gibt.
Und natürlich werden nur die Städte genannt, in denen der Fahrpreis höher ist als im Metrobús. Was der Bus in Kapstadt, Shanghai, Guatemala-Stadt, Ankara oder Bangkok kostet, erfährt man nicht.

Fazit: im Vergleich zu den Kosten anderer öffentlicher Verkehrsmittel im D.F. ist der Metrobús nun verdammt teuer. Die Metro kostet schlappe 2 Pesos (und hat ein Netz, dass den Namen verdient); die peseros (oder microbúses) kosten (je nach Strecke, die man mitfährt) zwischen 3 und 4,50 Pesos.
Konkret: für den Preis, der 2 Tage Metrobús-Benutzung zur Arbeit hat (hin und zurück), kann ich die ganze Woche (5 Tage; hin und zurück) die Metro nehmen.

Das Argument, der Metrobús sei bequem, zieht auch nicht mehr: in den letzten Wochen hatte ich den Eindruck, der Bus wäre auch nicht leerer als die Metro - zumal im Metrobús die Fahrgäste noch weniger Kultur haben, die Eingänge freizuhalten als in der Metro.

Auf dass sich möglichst viele dem Boykott anschliessen und den Betrieber CISA dazu zwingen, den Fahrpreis wieder zu senken!

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Mittwoch, 12. November 2008

Flüssigkeiten in der Lunge

Heute morgen sah ich im TV einen Werbespot des Hustensafts Mucosolvan (Hersteller: Boehringer-Ingelheim), der mich ernsthaft überlegen lässt, was für Idioten nun Werbespots machen und was für Volltrottel von Vorstandsmitgliedern diese autorisieren.

Ich beschreibe das, woran ich mich erinnere (was die "message" des Spots erklärt):
Da steht ein Mann im Arztkittel hinter einem Tisch mit einem gläsernen Modell einer Lunge, das mit irgendeinem dunklen Schleim gefüllt ist und sagt: "Stell' Dir vor, das ist Deine Lunge." (Zoom auf den Schleim).
Dann nimmt er eine Flasche Hustensaft und meint: "Das hier ist Mucosolvan." und giesst ihn in das Modell. Danach dreht er es um und der Schleim läuft heraus (was wohl beweisen soll, dass der Saft den Husten löst).

Seit wann gelangen Flüssigkeiten (und andere nicht-luftförmige Stoffe) direkt in die Lunge, ohne der Gefahr des Verschluckens oder -im schlimmsten Fall- dem Erstickungs-Tod ausgesetzt zu sein?

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Dienstag, 4. November 2008

Große Werbung - Mini-Rezept



Auf der Tortillinas-Tüte wird es großspurig angekündigt: Rezeptheft mit leckeren Tips! (links)

Wenn man dann innen drin sucht, findet man, gut versteckt unter einer Tortilla, dieses lächerlich kleine Heftchen mit einem 08/15-Rezept (rechts).

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Mittwoch, 22. Oktober 2008

Natürlich


Wie ich auf unserer Deutschland-Reise bemerkte, ist das Land im "Bio"-Fieber. Kaum ein Baby-Gläschen ist ohne das EU-Siegel (außer die überteuerten von Hipp, wo der Chef persönlich mit seinem Namen bürgt - so wie seinerzeit Uwe Barschel?).

Hier in Mexico haben wir die Gourmet-Tütensuppen von Knorr (im Volksmund "Norr-Suiza" genannt) mit ihren ausgesuchten natürlichen Zutaten ohne Konservierungsstoffe (siehe Bild rechts). Zu den natürlichen und Konservierungsstoff-freien Zutaten gehört laut ingredientes-Liste auch mononitrato de tiamina, riboflavina, niacina, tomate en polvo, aceite vegetal hidrogenado, glutamato monosódico, proteina vegetal hidrogenizada, saboreadores identicos al natural, dióxido de silicón, carboximetilcelulosa, goma xantana und inosinato de sodio.

Alles ungemein natürlich.
Guten Appetit!

;-)

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