Montag, 7. Dezember 2009

Saison-Beginn (II) - Schutz-Maßnahme

Diesen Zettel bekam ich heute abend beim Einsteigen in den Bus gereicht. Die Maßnahmen sind sehr zu begrüßen und zeigen, dass es noch Busfirmen gibt, denen die Sicherheit ihrer Fahrgäste wichtig ist:


Ratet mal, wer gerade einen loyalen Kunden gewonnen hat...

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Samstag, 31. Oktober 2009

Magical Mystery Tour

Vor wenigen Minuten -schaut auf die Uhrzeit dieses Threads- bin ich nach Hause gekommen. Nicht etwa aus einem antro oder einer cantina, sondern direkt von der Arbeit (nüchterner war ich selten; ich bin sogar so nüchtern, dass mir der Magen knurrt und ich mich erstmal im Kühlschrank bedienen mußte, um den Hunger ein wenig zu stillen).

Der Bus, mit dem ich normalerweise etwa 50 Minuten unterwegs bin, hat heute knapp 7 (in Worten: sieben!) Stunden gebraucht.

Heute (oder besser: gestern) nachmittag fiel eine Regen-tromba (bei dem es sprichwörtlich wie aus Eimern gießt und im Nu alles überschwemmt ist) auf den Norden der Stinke-Stadt nieder. Als ich meinen Bus Richtung Norden (Ecatepec/Tizayuca) nehmen wollte, stand da ein einsamer Wagen, und der Beifahrer rief: "Es gibt keine Busse, steigt ein, auch wenn Ihr stehen müsst!" Ich dachte kurz nach und quetschte mich mit vielen anderen in den Bus, denn ich wollte nicht wie bei anderen Unwettern stundenlang warten, um einen Bus zu erwischen, auch wenn ich stehen mußte (wenn die Strassen überschwemmt sind und Verkehrs-Chaos herrscht, kommen die Busse aus dem Norden, die sozusagen der Nachschub sind für Fahrten in Richtung Norden sind, nicht zahlreich genug an).

Als er losfuhr, konnte ich durch die regennassen, beschlagenen Fenster gar nicht richtig sehen, wo wir langfuhren, erkannte aber etwas später, dass wir in Richtung Tlalnepantla unterwegs waren - eine völlig verkehrte Richtung, die einen enormen Umweg bedeutete, aber ich dachte mir, der Fahrer wisse wohl, was er tue.

Weit gefehlt!
Zuerst schien es, er suche immer genau die Straßen auf, auf denen am meisten Verkehr herrschte - stehender Verkehr. Dann hätte man vermuten können, er würde absichtlich Chaos erzeugen, indem er versuche, die stehenden Vehikel auf den eigentlichen dem Gegenverkehr vorbehaltenen Spuren zu überholen und dadurch den entgegenkommenden Autos den Weg zu versperren (was noch mehr Chaos und Stehen verursachte). Dann fuhr er in ein kleines Sträßchen, bei dem er nach gut 500 m umkehren mußte, weil eine LKW-Sperre (auf etwa 2,5 m Höhe) angebracht war (wohl um zu verhindern dass eine Brücke zu schwer belastet wird). Danach fuhr er in noch kleinere, holprige Sträßchen, die zu Matschwegen wurden und an deren Ende es auch nicht weiterging, weil ein Bach über die Ufer getreten war und der Weg daher unpassierbar war.

Kurz: auf unserer Reise "besuchten" wir die municipios Tlalnepantla, Tultitlán, Tultepec, Coacalco, San Pablo de las Salinas, ... - und das Ganze erlebte ich die gesamte Zeit über stehend im Bus.

Hätte nicht ein gut gelaunter 19-Jähriger angefangen Witze zu reißen (anfangs, um einem Mädchen zu gefallen) und hätten nicht etwa 5 Passagiere (unter ihnen meinereiner) den Spaß mitgemacht und allen möglichen Unsinn geredet, der viele Mit-Fahrer zum Lachen brachte, wäre diese Magical Mystery Tour unerträglich und noch länger, als sie schon war, geworden.
In einem sonst absolut anonymen Ambiente lernte ich Oscar, Juan, Gaby, Ángel und Paty kennen, mit denen ich viel Spaß hatte - und das bei purem cotorreo. Bestimmt werden wir uns wiedererkennen und erinnern, falls wir uns noch einmal im Bus begegnen.
Auf jedem Fall haben wir schon abgemacht (mehr im Scherz als ernsthaft), uns am selben Tag nächstes Jahr zu treffen, um eine Rundtour durch den Süden der Stadt zu machen - diesmal aber vorbereitet: tortas, chelas, chescos und -wichtig!- Snickers sind dann dabei.

(ein paar Nachrichten zum Regen-Guß: hier, hier und hier)

P.S. Von der Bushaltestelle wurde ich von einer (mir bisher wildfremden) Familie mitgenommen (den Mann hatte ich im Bus kennengelernt), und der Herr erzählte mir, sein Sohn wäre mehr als eine Stunde später von C.U. (im Süden der Stadt) losgefahren, aber schon vor gut 2 Stunden angekommen - mit dem gleichen Bus, nur, dass dieser die normale Strecke genommen hatte.

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Mittwoch, 14. Oktober 2009

Spam am Bankautomat


Heute morgen ging ich zum Bankautomat, um Geld zu bekommen. Dass auf dem ATM-Bildschirm Spendenaufrufe zu sehen sind und man schnell "no quiero donar" drücken muß, ist mittlerweile (leider) normal; die Hinweise darauf, dass für das Abheben Gebühren anfallen könnten und man sich nicht von Wildfremden helfen lassen sollte, werden nicht mal mehr gelesen und einfach per "OK" weggedrückt, um endlich an sein Geld zu kommen.

Neu ist, dass man auf einmal im Stile eines unerwarteten Lotterie-Gewinns damit "beglückt" wird, einen Kredit "genehmigt" zu bekommen und einem das am ATM-Display mitgeteilt wird. Nur...: ich hatte gar keinen Kredit beantragt...

Wenn man nicht sehr gut aufpaßt und genauestens liest, was da auf dem Bildschirm steht, hat man, bevor man sich versieht, einen Kredit, der einem (das ist eine Vermutung!) flugs auf's Konto gebucht und man dann mit den Zinsen saftig zur Kasse gebeten wird (merke: der reiche Erb-Onkel aus Amerika, der einem plötzlich 40 Riesen überweist, existiert nicht).
Ich drückte jedenfalls, erheblich irritiert ob des Spams, auf "interessiert mich nicht" und bekam als "Antwort" oben abgebildetes Zettelchen ausgedruckt - so nach dem Motto: falls Du es Dir doch noch anders überlegen solltest, komm zu uns.

Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht zu einer Filiale gehen und den Bank-Heinis verbieten sollte, mich a) zuhause anzurufen, um mir irgendwelche "Gold-Kreditkarten" oder anderen Blödsinn anzudrehen und b) am Bankautomaten zu "be-spammen". ...
Aber wahrscheinlich wird das nicht gehen... - Ihr wißt schon: "el sistema". ;-)

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Donnerstag, 23. Juli 2009

Sicherheits-Maßnahmen


Die (in Mexico immer gegenwärtige) "crisis" schlägt um sich.
In den Supermärkten wurden die Maßnahmen gegenüber Ladendieben verschärft - wie so oft mit seltsamen Stilblüten: als ich letzte Woche im Wal-Mart eine Dose Laktose-frei Babymilch kaufen wollte (meine Tochter hatte üblen Durchfall), waren die Dosen alle mit einer robusten Plastikschnur am Regal festgezurrt. Man mußte die encargada del área fragen, damit diese in einem geheimen Versteck wühlte, eine Dose herausnahm, einen bis zu einer eigens dafür im Laden eingerichteten Kasse begleitete und sie dort dem Kassierer übergab (der dann auch gleich kassierte).

Obiges Bild nahm ich in der Comer in La Villa auf: die Dame oben auf der Leiter überwacht die (sowieso abgesperrte) Kosmetik-Abteilung, damit auch ja kein Lippenstift "verloren" geht.

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Mittwoch, 8. Juli 2009

United breaks Guitars

Dieses Video ist eine wirklich originelle Art des Kunden-Protests gegen "Misshandlung" durch Kundendienst-Abteilungen.

Die Geschichte dazu findet man hier.

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Freitag, 3. Juli 2009

Flug-Suche

Wenn man mal verreisen will, schaut man sich um, wie man a) am günstigsten und b) am schnellsten zum Ziel kommt (es sei denn, der Weg ist das Ziel...).

Dabei hilft einem seit neuestem OpenFlights.org.
Man gibt im Feld unten den Flughafen an, wo man abfliegen will und es erscheinen z.B. sämtliche Verkehrs-Routen und -Ziele, die von diesem Flughafen angesteuert werden.

Ziemlich praktisch, finde ich.

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Donnerstag, 2. Juli 2009

Andere Länder ...

Dies hier wäre in Mexico wohl nicht möglich; da sind den Supermarkt-Ketten ihre Kunden egaler als anderswo.

Bisher gingen die Preise bei Comercial Mexicana, Chedraui, Aurrera, Wal-Mart, Soriana, Superama & Konsorten immer weiter hoch, und das, wo ausnahmslos alle behaupten, die billigsten zu sein.
Zum scheinbaren (!) Beweis haben sie zwei volle Einkaufswagen mit den gleichen Waren vor der Tür stehen; der eine bei der Konkurrenz eingekauft, der andere aus diesem Geschäft - und natürlich ist die Summe der Preise aus diesem Markt günstiger als die der Konkurrenz.

Ein Beispiel gefällig? Im März 2009 kosteten die Einweg-Windeln (zu denen wir verdonnert wurden, weil die guardería, die unsere Tochter besucht, keine Stoffwindeln akzeptieren will) 109 Pesos, im Juni schon 124 - im gleichen Supermarkt.

Oh, wie schön ist ALDI-Land... ;.)

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Dienstag, 23. Juni 2009

Psycho-Terror im Bus

Vorige Woche, als ich nach der Arbeit in den Bus stieg, der mich in meine "Legohaus-Siedlung" (O-Ton Andreas) vor den Toren der Stinkestadt bringt, wunderte ich mich, dass vorne in dem schon etwas klapprigen Bus zwei moderne Flachbildschirm angebracht waren, auf denen Videos gezeigt wurden.

Der "Service" entpuppte sich schnell als ein lästiger Marketing-Trick der Partei "que sí cumple" (und das seit mehr als 70 Jahren) PRI: die Videos waren eine Mischung aus Hollywood-Film-Trailers auf englisch (! - wohl alle von der Apple Movie Trailers-Seite heruntergeladen), Piraten-Musikvideos von amerikanischen Rockbands (AC/DC, The Offspring) und mexicanischen Schnulzensängern (Vicente Fernández und andere) und Ausschnitten aus "America's Funniest Home Videos" (synchronisiert).

Nach jedem dieser Kurzvideos (30 sec. bis 5 Minuten) sprang der DVD-Spieler zurück und spielte immer die gleichen zwei PRI-Werbespots ab, die einem schon ab dem zweiten Mal heftig auf den Zeiger gingen. Natürlich war der Ton bei den Spots doppelt so laut wie bei den Videos.
Danach folgte das nächste Filmchen, welche nach etwa 45 Minuten anfingen sich zu wiederholen.

Glücklicherweise hatte ich an dem Tag meinen iPod dabei und konnte den PRI-Psycho-Terror durch Hochdrehen der Musiklautstärke ausblenden während ich ein Buch las.

Heute morgen aber nicht. Als ich in den Bus stieg war da an der Tür dieser Aufkleber "BusTV"... - und erst als ich mich hinsetzte merkte ich, dass ich den "Terror-Bus" erwischt hatte.
Na denn: "... Highway to Hell..."

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Mittwoch, 17. Juni 2009

Die Praktiken von Genomma Lab

Morgens beim Butterbrot-Schmieren 'sehe' ich die Nachrichten, die ständig von irgendwelchen Werbe-Blocks unterbrochen werden (eigentlich höre ich sie, weil ich währenddessen in der Küche herumwusele). In letzter Zeit fiel mir auf, dass immer mehr Wundermittelchen gegen alle möglichen Wehwehchen (wie Magenbeschwerden, Pickel, Narben, Hämorrhoiden, Potenzsteigerer, Schuppen-Shampoos, etc.) beworben werden.

Eigentlich liess ich die 'Information' in diesen Werbe-Spots immer an mir vorbeirauschen, weil mich keines der Produkte interessierte - bis mich vor ein paar Tagen ein Freund bat, ihm doch Silka-Medic (eine Fusspilz-Creme) in der Stadt zu besorgen. Da der Freund momentan arbeitslos ist, dachte ich an ein GI- (Genérico intercambiable) Produkt und begab mich auf die (Internet-) Suche nach dem Wirkstoff dieser Creme.

Was ich fand, erstaunte mich: fast alle der von mediocren Schauspielern (wie z.B. Adela Micha oder Lolita Ayala) im Fernsehen beworbenen Pseudo-Medikamente sind von einer Firma namens Genomma Lab. Ich rede hier von Wundermittelchen wie Asepxia, Cicatricure, Genoprazol, Unigastrozol, M Force und Multi O, Ma Evans, Nikzon, Goicoechea, X-Ray, Silka-Medic, Ultra Bengue, Metabol Tonics, Shot B, Pointts, Next, Dalay, usw. *

Und dann fand ich noch dies hier: Las Prácticas cuestionables de Genomma Lab

Alles sehr interessant; vor allem lässt es mich sehr skeptisch gegenüber den 'Medikamenten' dieser 'Firma' und ihrer Glaubwürdigkeit werden.

P.S. der Wirkstoff in Silka-Medic heisst Terbinafina und die Creme kostet beim Dr. Simi 30 Pesos - weit weniger als das 'Original' oder Lamisil (von Novartis) mit demselben Wirkstoff.

* andere Produkte von Genomma Lab, die in letzter Zeit vom Markt genommen wurden (meist wurden sie verboten wegen der Gesundheitsgefahr): Touch me, White Secret, Fat Away, Fataché, Siluet 40, u.a.

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Mittwoch, 12. November 2008

Flüssigkeiten in der Lunge

Heute morgen sah ich im TV einen Werbespot des Hustensafts Mucosolvan (Hersteller: Boehringer-Ingelheim), der mich ernsthaft überlegen lässt, was für Idioten nun Werbespots machen und was für Volltrottel von Vorstandsmitgliedern diese autorisieren.

Ich beschreibe das, woran ich mich erinnere (was die "message" des Spots erklärt):
Da steht ein Mann im Arztkittel hinter einem Tisch mit einem gläsernen Modell einer Lunge, das mit irgendeinem dunklen Schleim gefüllt ist und sagt: "Stell' Dir vor, das ist Deine Lunge." (Zoom auf den Schleim).
Dann nimmt er eine Flasche Hustensaft und meint: "Das hier ist Mucosolvan." und giesst ihn in das Modell. Danach dreht er es um und der Schleim läuft heraus (was wohl beweisen soll, dass der Saft den Husten löst).

Seit wann gelangen Flüssigkeiten (und andere nicht-luftförmige Stoffe) direkt in die Lunge, ohne der Gefahr des Verschluckens oder -im schlimmsten Fall- dem Erstickungs-Tod ausgesetzt zu sein?

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Dienstag, 4. November 2008

Große Werbung - Mini-Rezept



Auf der Tortillinas-Tüte wird es großspurig angekündigt: Rezeptheft mit leckeren Tips! (links)

Wenn man dann innen drin sucht, findet man, gut versteckt unter einer Tortilla, dieses lächerlich kleine Heftchen mit einem 08/15-Rezept (rechts).

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Mittwoch, 8. Oktober 2008

Job gefällig?



Bei Gmail gibt's beim Webmail oben über den Mails ja immer nette Anzeigen; oftmals welche, die sich über Spam lustig machen.

Besser noch ist die, die mir heute abend begegnete (siehe oben). Der Originaltext lautet:
¿Buscas Trabajo? - www.zonajobs.com.mx - Consigue Trabajo en menos de 418 días. Trabajo garantizado!

Na, wer nach einem Jahr und knapp zwei Monaten keinen Job gefunden hat, der braucht ihn wohl auch nicht, weil a) verhungert oder im Schuldenberg ertrunken, oder b) längst mit dem eigenen changarro zugange.

;-)

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Freitag, 30. Mai 2008

Online Banking bei HSBC - leicht gemacht

Vom Computer sein Konto zu führen, ist schwer hip.
Manchmal aber sieht es mit der Sicherheit nicht gut aus (siehe Michael's Kommentar hier).

Ein anderes Beispiel - eigentlich viel schlimmer, als dass einem Geld vom Konto geklaut wird- ist dieses hier:

https://conexion.bital.com.mx/cgi-bin/conper/cliente/cgi-bin/cgimov1?fechai=01%2F05%2F2008&fechaf=30%2F05%2F2008&lstCargo=xxx&lstSubprod=69&CadECM=seguridad_absoluta

Was ist das? bli erklärt es hier, aber ich drösel' das noch mal auf:

Es handelt sich um eine URL, die angeblich sicher ist (beginnt mit https). Wenn man die Konto-Nummer eines HSBC-Kunden weiß, der Internet-Banking betreibt, kann man mit diesem Link ganz einfach herausfinden, was er so in den letzten zwei Monaten alles verschoben hat auf seinem Konto und wieviel er hat (das ist besonders praktisch, wenn man einem Kunden nicht traut und vorher schon mal sehen will, ob er überhaupt zahlen kann).

Wie?
Na so:
  • man kopiere obige URL und füge sie in das Link-Fenster des Browsers seiner Wahl ein (completito und inklusive dem vielleicht (?) sarkastisch gemeinten "CadECM=seguridad_absoluta")
  • wo "?fechai=" steht, fügt man den Zeitraum der Recherche ein. Hier ist er bereits eingetragen: vom 1.5.2008 bis 30.5.2008; man kann das aber bei Bedarf ändern (Daten bei "?fechai=01%2F05%2F2008&fechaf=30%2F05%2F2008" anpassen; natürlich ohne " ").
  • wo in der URL steht "&lstCargo=xxx" fügt man bei "xxx" die Konto-Nummer ein (wieder ohne " ")

Prima Sache, so ein HSBC-Konto!
Wie gut, dass ich denen vor Jahren schon einen Tritt in den Allerwertesten gegeben und kein Konto mehr dort habe.

EDIT:
Es scheint, dass HSBC das Sicherheitsloch nach jahrelanger Existenz und trotz des Wissens darum endlich gestopft hat. Mit obengenanntem einfachen Trick kann man nicht mehr auf HSBC-Konten zugreifen; im Februar 2008 war es noch möglich gewesen.
Ob das HSBC-Online-Banking-System Verbesserungen im Sicherheitsbereich erfahren hat, ist mir nicht bekannt.

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Dienstag, 20. Mai 2008

Banken-Odyssee

Vorige Woche haben meine Frau und ich uns entschieden, ein Inversions-Konto zu eröffnen (Ihr wißt schon: für die Zukunft und so...).
Also wurde der Vertrag unterschrieben, und jetzt ging's gestern und heute darum, das Geld von unseren Bank-Konten auf das Inversions-Konto zu überweisen.

Bancomer (gestern):
  1. an den Schalter gegangen, Anliegen vorgetragen ("Bitte von diesem Konto auf jenes überweisen. Alles.")
  2. Bankkarte und (deutschen) Paß überreicht.
  3. Überweisungs-Wisch unterschrieben.
  4. fünf Minuten später war ich wieder draußen.

Banamex (heute):
  • Kapitel 1:
  1. an den Schalter gegangen, Anliegen vorgetragen (siehe oben)
  2. Bankkarte und Paß überreicht.
  3. mißtrauisches Beäugen des Passes. Frage: "Haben Sie Ihr FM dabei?" (Antwort: "Nein. Der Paß reicht.")
  4. der Chef der Schalter-Leute wird gerufen. Getuschel. Er verschwindet mit Paß und Bankkarte.
  5. ich werde aufgefordert, doch bitte Platz zu nehmen. Gute 10 Minuten werde ich sitzen gelassen (= vergessen).
  6. man ruft mich an den Schalter. Man möchte mein FM sehen. Ich frage: "Warum?" - ratloser Blick; man ruft wieder den Schalter-Chef. Getuschel.
  7. "Wir haben im Moment kein 'System'.", sagt der Schalter-Chef. - "So, so", sage ich, "Ihr wollt mir also mein Geld nicht geben." - "Nein, nein", wird schnell eingeworfen, "in dieser Zweigstelle haben wir keinen Kontakt zum Zentral-Rechner. Könnten Sie es bitte in einer anderen Filiale versuchen?"
  8. ich verlange meine Dokumente und gehe ohne Danke zu sagen (wozu denn? - man hat ja nichts für mich getan außer mich unnötig warten lassen)

  • Kapitel 2:
  1. ich komme in einer anderen Banamex-Filiale an. Ficha gezogen, laaaange gewartet.
  2. die gleiche Prozedur wie in Kapitel 1, Punkte 1 bis 5.
  3.  ich sehe, man hat Fotokopien sowohl meiner Bankkarte (Vorder- und Rückseite) als auch meines Passes gemacht und auf der Rückseite des Blattes die Konto-Daten ausgedruckt.
  4. geschäftiges Gewusel: erst wird der Betrag vom Konto abgebucht (ich muß unterschreiben, das Geld erhalten zu haben), dann auf das Inversions-Konto gebucht.
  5. bevor ich die Überweisungs-Quittungen bekomme, werde ich aufgefordert, meinen vollständigen Namen und meine Adresse anzugeben ("Wieso? Die steht doch in den Konto-Daten.")
  6. als ich endlich meine Papiere bekomme, sage ich zur Schalterdame: "Gestern bei Bancomer war ich für denselben trámite in kurzer Zeit wieder draußen. Keine Kopien und Zeugs; Ihr seid ziemlich langsam." - keine Antwort.

  • Kapitel 3:
  • Da ich schon seit längerem die Nase voll habe von Banamex (siehe u.a. hier, hier und hier), beschließe ich, das Konto aufzulösen. Ein Kündigungsschreiben habe ich schon fertig.
  1. zurück zur ersten Filiale (bei der ich das Konto eröffnet habe). Am Automaten, der die fichas verteilt, frage ich die Dame, wohin ich mich begeben muß, um mein Konto aufzulösen. Sie schickt mich zu "Inversiones y Aperturas".
  2. ich warte gute 10 Minuten. Als ich eigentlich dran bin, spricht die Dame einen älteren Herrn an, der sich gleich an ihren Schreibtisch setzt. Ich stehe auf und sage: "Ich war vor dem Herrn hier." - Giftiger Blick von ihr: "Er unterschreibt nur ein recibo." - trotzdem dauert diese "Unterschrift" knapp zehn Minuten.
  3. endlich komme ich dran. Ich setze mich und trage mein Anliegen vor. "Haben Sie Ihren Vertrag dabei?", fragt sie schnippisch. "Nein." - "Ich bin nicht zuständig. Ich bin hier für Konto-Eröffnungen, nicht -Kündigungen. Gehen Sie zum servicio al cliente." - "Dann hat man mich also umsonst hierhin geschickt? Nicht mal das könnt Ihr." - böser Blick.
  4. ficha für Kunden-Service gezogen. Warten. Nach 10 Minuten bin ich dran (Glück gehabt).
  5. Schon wieder mein Anliegen vortragen. Der Mann liest mein Kündigungsschreiben. Er fragt nicht nach, versucht nicht mich zu bekehren (ich bin ihm im Stillen dankbar dafür; ist eh zu spät, wie er aus dem Brief entnehmen kann).
  6. ich überreiche Paß und Bankkarte
  7. zehn Minuten später ist das Konto aufgelöst und die Bankkarte von ihm zerschnitten.
  8. nach 2,5 Stunden ist diese Odyssee beendet.

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Dienstag, 13. Mai 2008

Telmex Prodigy Infinitum fomenta Spam

oder: Telmex Prodigy Infinitum fördert Spam (der Titel ist in spanisch gehalten, damit er auch in Mexico gefunden und gelesen wird).

Im Dezember 2007 sperrte Telmex Prodigy Infinitum den Port 25, angeblich, um Spammern das Müll-Abladen zu erschweren. Als Konsequenz daraus kann ich jetzt keine Mails mehr von meinen Yahoo- und Web.de-Konten über Apple Mail senden.
Sehr geschickt gemacht.

Nun erreichen mich in den letzten Tagen Spam-Nachrichten, die von Prodigy Infinitum-Konten gesendet werden; unter anderem von controleficiente@prodigy.net.mx , executiveqtc@prodigy.net.mx , executivec@prodigy.net.mx , executivea@prodigy.net.mx .

Als ich mich an die Spam-Melde-Adresse von Prodigy Infinitum ( abuse@prodigy.net.mx ) wenden wollte, um das abzustellen, bekam ich postwendend die bekannte Nachricht mit dem Titel "Delivery Notification: Delivery has failed" zurück.

Der Grund:
Your message cannot be delivered to the following recipients:

Recipient address: darroyob@ims-ms-daemon
Original address: darroyob@prodigy.net.mx
Reason: Over quota

Reporting-MTA: dns;nlpmail03.prodigy.net.mx (ims-ms-daemon)

Original-recipient: rfc822;darroyob@prodigy.net.mx
Final-recipient: rfc822;darroyob@ims-ms-daemon
Action: failed
Status: 5.2.2 (Over quota)

Konkret: die Port-25-Sperrung hat nichts gebracht; das "Abuse"-Konto ist überfüllt, und bei Prodigy Infinitum ist denen das sch... egal.
Toll!

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Montag, 12. Mai 2008

Kompetenz



Hier kann man sich bewerben*.

Vielleicht bin ich ja naiv, aber ich dachte immer, dass pastoreros nur schauen, dass das Fleisch gar ist, es mit dem Messer vom Spieß schneiden und auf tortillas servieren.

Oder wird Kompetenz dadurch gemessen, ob man es schafft, mit dem Messer von der über dem Spieß angebrachten Ananas ein Stück direkt auf die tacos zu schnippeln?
Andere Frage: muß ein pastorero eigentlich dick sein (oder zumindest einen gut gewölbten Bauch haben), um als kompetent anerkannt zu werden?

;-)


* Anschlag am Salón Sol (im Hotel Bamer), Av. Juárez, Centro Histórico, México, D.F.

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Montag, 14. April 2008

Lonely Planet-Politik

Bei Spiegel-Online lese ich über einen Lonely Planet-Autor, der zugegeben hat, Reisebeschreibungen abgeschrieben zu haben ohne selbst im Land gewesen zu sein (ich zitiere):
In seinem jüngsten Werk mit dem Titel "Kommen Reiseautoren in die Hölle?" gab Kohnstamm laut Zeitungsbericht außerdem zu, dass er sich Reisen von Anbietern bezahlen lassen hat. Dies ist bei Lonely Planet nicht gestattet.

(Quelle)

Ich erinnere mich an eine E-Mail von vor ein paar Jahren, in der ein Autor des Mexico-Lonely Planet in einer Ultimatum-ähnlichen Manier anwies, doch bis zu einem bestimmten Datum kostenlose Exemplare aller Quimera-Titel an eine Adresse in California zu senden, damit sie in der kommenden Auflage erwähnt werden.
Da wir den Termin nicht einhielten, werden die Quimera-Karten bis heute nicht erwähnt, obwohl sie neben den von den "Roten" (mit dem lächerlichen Blindfold-Männlein auf dem Cover) die wichtigsten Reisekarten Mexico's sind.

Ob solche chantajes bei Lonely Planet auch verboten sind?

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Donnerstag, 28. Februar 2008

Denken ist schlecht

Vorige Woche wurde mir mein Vertrags-Handy gegen ein neues ausgetauscht; für das "alte" kaufte ich einen Chip.
Als ich ihn einsetzte, verlangte das Telefon einen "código de seguridad", der offenbar vom normalerweise vorinstallierten abwich, denn er funktionierte nicht.

Ich konnte mich nicht mehr erinnern, ob ich vor einem Jahr den Sicherheits-Code geändert hatte oder nicht, und deshalb probierte ich über Tage hinweg alle möglichen Zahlenkombinationen aus, die mir einfielen. Das Ergebnis: Pustekuchen.

Gestern ging ich zu einem Telcel-Service-Center in der Nähe, wo man mir nach dem Vortragen meines Anliegens einen Zettel mit Nokia-Reparatur-Läden in die Hand drückte und meinte, das sei ein Problem des Telefons und nicht von Telcel.
Heute morgen rief ich einen der Läden an und siehe da, man könne mir helfen. 300 Pesos würde der Spaß kosten - Hm, na gut. Bin ja wohl selber Schuld.

Kurz darauf schwang ich mich in einen pesero, und als ich in dem Laden ankam, mußte ich warten, bis ich an der Reihe war. Aus purer Langeweile schaltete ich das Handy ein und das Display fragte nach dem "código de seguridad". Ich gab gedankenverloren einen Code ein - und schwupp-di-wupp: das Telefon war "desblockiert".
Na sowas!

Ich stand auf und verließ das Geschäft. Im Aufzug fragte ich mich, warum es auf einmal geklappt hat und kam zu dem Ergebnis, dass die funktionierende Zahlenkombination die war, die ich bei früheren, Vor-GSM-Handies immer benutzt hatte.

Obwohl ich mir tagelang das Hirn zermartert hatte, um auf den Code zu kommen, war es ein Moment der Gedankenlosigkeit, in dem ich das Problem löste. Vielleicht sind Bauch-Entscheidungen doch nicht so schlecht - zumindest hat mir in diesem Fall langes Nachdenken und Herumprobieren nicht geholfen.

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Montag, 18. Februar 2008

Veraltet

Zur Zeit versuche ich gerade, mein Postbank-Konto in Deutschland aufzulösen.
Heute bekam ich eine e-mail, dass die Postbank "aufgrund eines erhöhten E-Mail-Aufkommens Ihre Anfrage nicht so schnell beantworten [kann], wie Sie es gewohnt sind" (wahrscheinlich sind gerade alle in ihrer 7-Minuten-pro-Stunde-Pinkel- oder -Raucher-Pause).

Untendrunter stand folgendes (ich zitiere):
Deutsche Postbank AG
Friedrich-Ebert-Allee 114-126
53113 Bonn

Sitz Bonn, Amtsgericht Bonn, HRB 6793

Vorstand: Dr. Wolfgang Klein, Vorsitzender
Dirk Berensmann, Stefan Jütte, Guido Lohmann, Dr. Michael Meyer,
Loukas Rizos, Hans-Peter Schmid, Ralf Stemmer, Dr. Mario Daberkow

Aufsichtsrat: Dr. Klaus Zumwinkel, Vorsitzender

Ach so! Und ich dachte, der "vorsitzende Aufsichtsrat" hätte sich nach dem Auffliegen seiner "Steuer-Ersparnis-Pläne" nach Hause oder Liechtenstein verpieselt.
Ja, dann kann's noch was dauern mit der Antwort; schließlich ist da gerade Fete Razzia bei der Post.

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Mittwoch, 23. Januar 2008

Im Supermarkt (V): Bier-Zapfen



Dieses tolle Angebot fand ich am 20.1.08 im Wal-Mart bei mir um die Ecke.
Der Preis ist nicht schlecht dafür, dass man ein Fäßchen Bier einfach so in den Behälter stellt, Wasser rein, an den Strom angeschlossen und in kurzer Zeit kann man ein kühles Bierchen genießen.

Kompatibel ist das Gerät -wie man oben rechts sieht- nur mit Heineken® DraughtKegs, die man nicht im Wal-Mart kaufen kann und von denen keiner der Angestellten sagen konnte, wo ich sie besorgen könnte (ich habe sie auch noch nie gesehen).

Ich würde sagen, das war ein Schuß in den Ofen vom Wal-Mart.
Oder gibt's etwa Leute, die das Teil kaufen?

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